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Predigt
Dominogottesdienst am 19.02.2006 um 10.00 Uhr im Gemeindehaus
Auf die Blickrichtung kommt es an
Bibeltexte zur Predigt „auf die Blickrichtung
kommt es an“
Petrus geht auf den
Wellen
22 Und sogleich nötigte er
die Jünger, in das Boot zu steigen und ihm an das jenseitige Ufer
vorauszufahren, bis er die Volksmengen entlassen habe.
23 Und als er die
Volksmengen entlassen hatte, stieg er für sich allein auf den Berg, um
zu beten[a]. Als es aber Abend geworden, war er dort allein.
24 Das Boot aber war schon
mitten auf dem See[A] und litt Not von den Wellen[a], denn der Wind war
<ihnen> entgegen.
25 Aber in der vierten
Nachtwache[A] kam er zu ihnen, indem er auf dem See einherging[a].
26 Und als die Jünger ihn
auf dem See einhergehen sahen, wurden sie bestürzt und sprachen: Es ist
ein Gespenst! Und sie schrien vor Furcht.
27 Sogleich aber redete
Jesus zu ihnen und sprach: Seid guten Mutes! Ich bin es. Fürchtet euch
nicht!
28 Petrus aber antwortete
ihm und sprach: Herr, wenn du es bist, so befiehl mir, auf dem Wasser zu
dir zu kommen!
29 Er aber sprach: Komm! Und
Petrus stieg aus dem Boot und ging auf dem Wasser und kam auf Jesus zu.
30 Als er aber den starken
Wind sah, fürchtete er sich; und als er anfing zu sinken, schrie er und
sprach: Herr, rette mich[a]!
31 Sogleich aber streckte
Jesus die Hand aus, ergriff ihn[a] und spricht zu ihm: Kleingläubiger[b],
warum zweifeltest du[c]?
32 Und als sie in das Boot
gestiegen waren, legte sich der Wind[a].
am See Tiberias
1 Nach diesem offenbarte
Jesus sich wieder den Jüngern am See von Tiberias. Er offenbarte sich
aber so:
2 Simon Petrus und Thomas,
genannt Zwilling[A][a], und Nathanael[b], der von Kana in Galiläa war,
und die <Söhne> des Zebedäus und zwei andere von seinen Jüngern waren
zusammen.
3 Simon Petrus spricht zu
ihnen: Ich gehe hin fischen. Sie sprechen zu ihm: Auch wir gehen mit
dir. Sie gingen hinaus und stiegen in das Boot; und in jener Nacht
fingen sie nichts[a].
4 Als aber schon der frühe
Morgen anbrach, stand Jesus am Ufer; doch wußten die Jünger nicht, daß
es Jesus war[a].
5 Jesus spricht nun zu
ihnen: Kinder, habt ihr wohl etwas zu essen[A][a]? Sie antworteten ihm:
Nein.
6 Er aber sprach zu ihnen:
Werft das Netz auf der rechten Seite des Bootes aus[a]! Und ihr werdet
finden. Da warfen sie es aus und konnten es vor der Menge der Fische
nicht mehr ziehen[b].
7 Da sagt jener Jünger, den
Jesus liebte[a], zu Petrus: Es ist der Herr! Simon Petrus nun, als er
hörte, daß es der Herr sei, gürtete das Oberkleid um - denn er war nackt
- und warf sich in den See.
8 Die anderen Jünger aber
kamen in dem Boot - denn sie waren nicht weit vom Land, sondern etwa
zweihundert Ellen - und zogen das Netz mit den Fischen nach.
9 Als sie nun ans Land
ausstiegen, sehen sie ein Kohlenfeuer liegen und Fisch daraufliegen und
Brot.
10 Jesus spricht zu ihnen:
Bringt her von den Fischen, die ihr jetzt gefangen habt!
11 Da ging Simon Petrus
hinauf und zog das Netz voll großer Fische, hundertdreiundfünfzig, auf
das Land; und obwohl es so viele waren, zerriß das Netz nicht.
12 Jesus spricht zu ihnen:
Kommt her, frühstückt! Keiner aber von den Jüngern wagte ihn zu fragen:
Wer bist du? Denn sie wußten, daß es der Herr war.
13 Jesus kommt und nimmt das
Brot und gibt es ihnen und ebenso den Fisch[a].
1. Biographische Eckdaten von Petrus
Petrus stammte aus einem Ort am See
Genezareth und war von Beruf Fischer. Er war verheiratet. Ob er Kinder
hatte wissen wir nicht.
Er hatte einen Bruder mit Namen Andreas, der
vor Petrus Jesus gefunden hatte.
Petrus war ein Handwerker, er war nicht
gebildet, kein Schriftgelehrter.
Petrus gehörte zum inneren Kreis der Jünger.
Jesus nahm ihn mit auf den Berg der
Verklärung. Er nahm ihn auch mit in den Garten Gethsemane, um zu beten.
Petrus wurde der Apostel für die Juden.
Er hatte „kein Gold oder Silber“, also kein
Geld, aber einen Glauben, mit dem er Menschen heilen konnte.
Er wurde vermutlich unter Nero in Rom
gekreuzigt.
2. Die erste Begegnung mit Jesus
In Mt. 4,18f sieht Jesus den Simon am See
Genezareth, wie er mit seinem Bruder ein Netz in den See warf um zu
fischen. Er forderte sie auf mit ihm zu kommen und verspricht ihnen, sie
zu Menschenfischern zu machen.
Jesus veränderte den Namen von Simon: „Du
wirst Petrus (Stein, Fels) heißen.
3. Petrus war ein aktiver Mensch, der tat
was ihm vor die Hände kam
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Er war es gewohnt zu fischen, eine
schwere, harte Arbeit, das weiß jeder, der einmal auf einem
Fischerboot im Mittelmeer mitgefahren ist. Bei der Arbeit hat Jesus
ihn angetroffen. |
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Als Jesus einmal auf dem Meer auf die
Jünger zukommt, war es Petrus, der aus dem sicheren Schiff stieg und
Jesus entgegenging. |
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Als Jesus den Jüngern mitteilt, dass er in
die Hände der Ältesten und Schriftgelehrten kommen und getötet werden
wird, ist es Petrus, der Jesus deswegen kritisiert. |
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Bei der Verklärung Jesu auf dem Berg Tabor,
wo Jesus Mose und Elia begegnen und wozu er Petrus, Jakobus und
Johannes mitnimmt, macht Petrus den Vorschlag, Hütten zu bauen. |
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Bei der Gefangennahme Jesu im Garten
Gethsename wehrt sich Petrus dagegen und haut einem Soldaten ein Ohr
ab. |
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Petrus geht danach mit Johannes in den Hof
des Hohenpriesters, dem gefangenen Jesus nach. |
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Als Petrus von den Frauen hörte, Jesus sei
auferstanden, rannte er mit Johannes ans Grab von Jesus |
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Petrus schlägt eines abends kurz nach Tod
und Auferstehung Jesu den anderen Jüngern vor, wieder fischen zu
gehen, was sie dann auch tun. |
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Als der Geist Gottes an Pfingsten auf ca.
3000 Versammelte ausgegossen wurde, ergreift Petrus das Wort
und predigt |
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Petrus heilt Gelähmte, wie wir aus der
Apostelgeschichte erfahren |
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Ebenso in der Apostelgeschichte wird
berichtet, wie Petrus eine tote Frau wieder zum Leben erweckt. |
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Petrus macht die erste Missionsreise zu
den jüdischen Gemeinden |
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Petrus schlichtet Streit unter den Jüngern
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4. Petrus wollte ein rechtschaffener
Mensch sein
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Er fragte z.B. Jesus, ob es ausreicht,
wenn man seinem Bruder sieben mal vergibt und dachte wahrscheinlich,
das sei ganz schön viel – was wir vermutlich auch denken würden |
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Petrus wies Jesus darauf hin, dass er und
die andern Jünger alles verlassen hätten und fragt nach dem Lohn dafür
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Petrus sagt zu Jesus, bestimmt aus
aufrichtigem Herzen, dass er bereit sei mit Jesus ins Gefängnis und in
den Tod zu gehen. |
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Offensichtlich spürten die
Steuereintreiber diese Haltung von Petrus, ein rechtschaffener Mensch
sein zu wollen. Sie sprechen ihn nämlich darauf an, ob Jesus auch
seine damals übliche Kopfsteuer bezahlen würde. Petrus behauptete:
„Sie hätten die Kopfsteuer bezahlt“ – obwohl er sich von Jesus gleich
darauf sagen lassen musste, das dem noch nicht so sei. Aber Jesus fand
eine Lösung, damit Petrus die Kopfsteuer bezahlen konnte. |
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Nachdem Petrus von Jesus nach seiner
Verleugnung wieder angenommen wird, fragt er unmittelbar danach, was
mit Johannes werden sollte und es scheint als wolle er damit von sich
ablenken. |
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Petrus will sich von Jesus nicht die Füße
waschen lassen. Das geht doch nicht, dass Jesus, der Chef seinen
Mitarbeitern die Füße wäscht, eine Sklavenarbeit, das passt in die
fromme Vorstellung von Petrus nicht hinein. |
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Petrus will auf seine menschliche Art
Jesus dienen. Jesus führt jedoch Petrus vor Augen, dass er nicht seine
Leistung oder seinen geistlichen Verdienst will. Jesus zeigt Petrus,
dass er das Angenommenwerden von Jesus nicht verdienen kann. Jesus
kann nur zu Petrus durchdringen, wenn dieser sich eingesteht, dass er
nichts bringen kann an guten Absichten und Handlungen wie Demut,
Aufopferung oder Kampfes- und Heldenmut. Jesus achtet und anerkennt
Petrus um seiner selbst willen. Sein Gerecht-sein-Wollen steht so der
Beziehung von Jesus zu Petrus im Weg und ist eine Ursache davon, dass
Petrus mit seinen guten Absichten Schiffbruch erlitten hat. |
5. Petrus musste immer wieder
Begrenzungen und Scheitern erleben
Petrus neigte dazu, sich selbst zu
überschätzen.
1.) Mt.14,24: Wenn Jesus auf dem Meer gehen
kann, dann kann er das auch. Er beginnt im Glauben und als er dann bei
Gefahr nur noch seine eigenen Möglichkeiten sieht, beginnt er zu sinken.
2.) Lk.22,28ff: Kurze Zeit nach dem Petrus
Jesus verspricht, dass er für ihn bereit ist zu sterben, leugnet er
dreimal hintereinander Jesus zu kennen.
3.) Als er im Garten Gethsemane mit zwei
anderen Jüngern eine Stunde mit Jesus wachen soll, schläft er zweimal
ein.
4.) Lk.5,1: Selbst das Fischen, sein
gelernter Beruf, gelingt ihm nicht mehr. Zweimal wird berichtet, wie er
die ganze Nacht fischte und nichts fing.
5.) Joh.18,8: Auch der Umgang mit dem
Schwert gelingt ihm nicht. Er trifft gerade mal das Ohr eines Soldaten.
6.) Als Petrus später gemeinsam mit
Heidenchristen isst, zieht er sich von diesen zurück, weil strenge
judenchristliche Brüder zu Besuch kamen. – Dies ist ein Rückfall in
seine frühere Menschenfurcht und den Wunsch, seine Haut zu retten.
6. Bevor Petrus auf Jesus blickt, wird er
zuerst von Jesus angesehen
Als Petrus zu Jesus geführt wird, blickte
Jesus Petrus an und sagte: „Du bist Simon Sohn des Johannes, du wirst
Fels, Stein (Petrus) heißen.“ (Joh. 1,40)
Wenn Jesus beruft, dann hat er schon eine
innere Vorstellung, was aus dem Berufenen werden wird. Ein Fels, ein
Stein ist standhaft, hart und fest. Petrus, hingegen war während der
gesamten Zeit, die er mit Jesus ging immer wieder von Launen beherrscht,
von Begeisterung und Niedergeschlagenheit, von Entschiedenheit und
Verzagtheit.
Jesus sieht ihn als diesen Menschen und
dennoch hat er noch eine andere Sicht. Er sieht den Petrus wie er durch
die Gemeinschaft mit Jesus werden wird.
Der neue Name ist wie gesagt Programm, ist
Vision ist Hoffnung, als ob Jesus sagen würde: „Simon durch den Glauben
an mich wird aus dir ein Fels, ein Petrus werden. Schau nicht mehr auf
dich, deine Stimmungen und Launen, und auf deine Niederlagen, sondern
auf das was werden kann, denn mir ist alles möglich und wenn du die
Beziehung zu mir pflegst, wird etwas von mir auf dich übergehen“
Dieser neue Name war nicht Endpunkt einer
Entwicklung, er stand am Anfang. Wenn Jesus dem wankelmütigen und
launenhaften, dem begeisterten und verzweifelten Petrus den Namen „Fels“
gegeben hat, welchen Name könnte Jesus uns geben? Wie erleben wir uns
selbst? Was ist uns nicht gelungen, wo haben wir immer wieder
schmerzlich unser eigenes Unvermögen erlebt? Was wäre das Gegenteil von
dem? In der Bibel können wir lesen: „Wer überwindet, dem werde ich
–Jesus – … einen Stein mit einem neuen Namen geben“
Sollten wir allerdings selbstgerecht denken:
„Bei mir ist alles in Ordnung, ich bin erfolgreich, ich bin gut –
möglicherweise besser als manch anderer“ – dann brauchen wir auch keinen
neuen Namen und können die Geschichten von Petrus mit Jesus getrost
vergessen, dann werden wir mit Jesus nichts erleben.
7. Worauf sieht Petrus
a) Auf das, was Jesus tun kann
… und was er selbst nicht für möglich gehalten
hat
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Beim Fischfang: Dass sie nach einer
erfolglosen Nacht noch etwas fangen würden und dann war das ganze Netz
übermäßig voller Fische. – Seine spontane Reaktion zu Jesus: „Geh weg
von mir“ Jesus geht nicht weg, er beruft den Petrus als
„Menschenfischer“ Lk.5.1-10 |
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Petrus sah Jesus auf den Wellen gehen –
Seine spontane Reaktion: Das möchte ich auch |
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wie Jesus Elia und Mose begegnen –
spontane Reaktion zu Jesus: Es ist gut, dass wir hier sind. Wenn du
willst, werde ich für dich, Elia und Mose drei Hütten bauen |
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Petrus erkennt, wer Jesus ist: „Du bist
Christus der Sohn des lebendigen Gottes.“ Jesus antwortete ihm: „Selig
bist du Simon, Jonas Sohn, denn Fleisch und Blut haben dir das nicht
offenbart, sondern mein Vater im Himmel und ich sage dir: du bist
Petrus, und auf diesen Felsen will ich meine Gemeinde bauen. Ich will
dir die Schlüssel des Himmelreichs geben. Alles, was du auf Erden
binden wirst, soll auch im Himmel gebunden sein und alles, was du auf
Erden lösen wirst, soll auch im Himmel gelöst sein “ (Matt.16,18) |
b) Petrus sieht die Bedrohungen und die
eigene Begrenztheit
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beim Fischfang: „Ich habe die ganze Nacht
nichts gefischt“ |
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als er auf dem Meer geht, blickt er auf
die Wellen und beginnt zu sinken |
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als Jesus ihnen mitteilt, dass er sterben
muss, reagiert Petrus damit, dass er Jesus kritisiert und sagt: Das
darf nicht geschehen. |
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als Petrus die Soldaten sieht, die Jesus
gefangen nehmen wollen, greift er zum Schwert |
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Als Petrus im Hof des Hohenpriesters sich
wärmt, sieht er, wie es auch für ihn eng werden kann und versucht
durch Lügen seinen Kopf aus der Schlinge zu ziehen |
c) Petrus sieht auf Jesus
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wider das eigene Wissen vertraut er auf
Jesus und macht einen unglaublichen Fischfang |
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Petrus blickt auf Jesus und kann auf den
Wellen gehen. Er ist der einzige Mutige, der aus dem sicheren Boot
ausstieg, nur er, sonst kein Jünger, macht diese Erfahrung |
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Petrus erlebt, wie Jesus mit ihm wieder
einen neuen Anfang macht. Wo Jesus Versöhnung schafft, beauftragt er
und vermittelt damit: „Ich kann dich gebrauchen“. Jesus sagt zu
Petrus: „Weide meine Schafe“. – was nichts weniger heißt als: übernimm
meine Rolle des guten Hirten. |
8. Was können wir von Petrus lernen
1) Petrus war nicht unfehlbar, vielmehr ist
er oft den eigenen Grenzen begegnet – keiner von uns ist unfehlbar, auch
wir begegnen unseren Grenzen vielleicht öfter als uns lieb ist
2) Petrus war öfter entmutigt,
niedergeschlagen und resigniert – wie reagieren wir nach Niederlagen,
nach Frustrationen und Enttäuschungen?
3) Petrus hat nicht aufgegeben, er hat sich
eine unbändige Sehnsucht nach Jesus bewahrt – wenn wir entmutigt sind,
dann lasst uns nicht auf uns selbst sehen und Mitleid zulassen, sondern
lasst uns auf Jesus sehen
4) Petrus hat immer wieder auf Jesus
geblickt und die Nähe von Jesus gesucht –
Im Fahrsicherheitstraining habe ich gelernt:
Nicht auf das Hindernis auf der Straße vor mir sehen, auf das quer
stehende Auto, nicht auf die entgegenkommenden Scheinwerfer sehen,
sondern auf die Lücke daneben, da wo es weiter geht, denn die
erschreckende Tatsache ist: Worauf wir blicken, darauf steuern wir zu.
Wenn wir auf Jesus sehen, kommen wir von der Problemorientierung weg und
werden lösungsorientiert.
5) Petrus wurde von Jesus immer wieder
angenommen und beauftragt – Kann ich glauben, dass Jesus auch mich
gebrauchen kann? Welche Aufgaben hat Jesus mir anvertraut?
6) Petrus hat im Glauben gehandelt und
konnte dadurch sich selbst und viele Umstände überwinden – wo sind wir
neu gefordert im Glauben zu handeln und dadurch zu überwinden?
7) Petrus blieb fehlbar, menschlich und
benötigte auch später noch Korrektur , aber er stand immer wieder auf,
ließ sich immer wieder korrigieren – können wir das für uns akzeptieren,
dass auch uns immer wieder Schnitzer passieren können und werden und wir
von Gott dennoch angenommen sind? Stehen auch wir immer wieder auf und
richten unseren Blick nach vorne?
Die biblischen Vorbilder wie Abraham, David
oder auch Petrus zeichnen sich dadurch aus, dass sie immer wieder, trotz
vieler Glaubenserfahrungen ihren persönlichen Schwächen erlegen sind.
Vorbilder wurden sie dadurch, dass sie eine große Sehnsucht nach dem
lebendigen Gott in sich bewahrten und immer wieder mit allem was sie
ausmachte, zu Gott flüchteten – und gerade nicht nur, wenn sie sich gut
und heilig vorkamen.
Gerade für uns heute gilt: „ Blickt auf und
erhebt eure Häupter, weil eure Erlösung naht“ (Lk.21,28)
Ich möchte schließen mit einer Aufforderung
von Petrus aus seinem ersten Brief:
„Stellt euch unter die mächtige Hand Gottes,
damit er euch erhöhe zu rechten Zeit. Werft alle eure Sorge auf ihn,
denn ihm liegt an euch“. (1. Petr.5,6)
Thomas Kölli
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