Wie passt das zusammen mit dem Regenbogen, der
Friedenstaube, diesen Worten von Schwertern zu Pflugscharen? Wo ist der
Gott, der Liebe ist?
Oder passt es doch?
1.
Das Schwert im NT
Lk.22,36b rät JC seinen Jüngern, ihren
Mantel zu verkaufen und ein Schwert kaufen: die Sikarier liefen immer mit
einem Dolch rum, um Meuchelmorde zu begehen, auch JC war immer bedroht.
Petrus zieht im Garten Gethsemane sein Schwert
und haut dem Malchus das Ohr ab, doch da – mit dem Ereignis seines Todes,
sagt JC: „stecke es weg, denn wer das Schwert
benutzt, der kommt durch das Schwert um.“
Um in einer Verfolgungssituation (also um
unseres Glaubens willen) eine Waffe zu benutzen, ist von da an nicht mehr
möglich. Das Schwert – also Zeichen für Strafe und die Verantwortung für
das Recht - hat die Regierung.
Wir Christen haben allein das Wort Gottes, das
Schwert des Geistes, das Schwert, das durchdringt, Mark und Bein scheidet
und ein Richter der Gedanken und Sinne ist – für uns selbst.
Das Schwert, von dem hier die Rede ist,
zielt auf
2.
Die Trennung :
(auf die Entzweiung komme ich später!)
Mose: Er wollte nicht Israel aus
Ägypten führen, aber er geht, mit Zippora, seiner Frau. Durch seine
Intervention beim Pharao wird in Ägypten alles noch schlimmer für die
versklavten Israeliten, sie gehen auf Mose los. Ob er zu diesem Zeitpunkt
Zippora und die Söhne zurück schickte – kulturell unwahrscheinlich, dass
sie ihn verließ – lässt sich nicht eindeutig sagen, aber dass sie mit ihm
losgezogen war steht im 2.Mose 3, und dass später ihr Vater sie und die
Buben zu Mose brachten, ist ausführlich erzählt.
Verzweifelt bittet der tief in seinem Herzen
angesprochene Petrus nach diesem genialen Fischzug: „geh
weg von mir, du und ich passen nicht zusammen, du durchkreuzest
alles, was mir vertraut ist, das ist unheimlich. In deiner Majestät , in
deinem Licht sehe ich mich so anders – unerträglich – geh, denn ich bin
ein sündiger Mensch!“
Wenn Jesus in ein Leben kommt, dann ändert
sich alles.
In Kressbronn ist gerade ein Glaubenskurs:
Anstößig leben: dabei ging es um Maria, die oft vor den Kopf
gestoßen wurde, z.B. als JC 12 Jähre als, sich nicht entschuldigt, dass er
der Grund war für die Sorgen – wir haben dich mit Schmerzen gesucht! JC
aber antwortet nur: „Warum habt ihr mich
gesucht? Wisst ihr nicht, dass ich dort sein muss, wo meines Vaters Haus
ist?“ Wie zuckt sie zusammen, bei der Hochzeit zu Kana, wo sie
ihren Sohn drauf hinweisen will, dass er jetzt mal seine Macht zeigen
könnte, er aber recht schroff sagt: „Frau, was
habe ich mit dir zu schaffen, meine Stunde ist noch nicht gekommen!“
Ein anderes Mal will sie ihn beschützen will,
ihn nach Hause holen, weil die Pharisäer schon seinen Tod beschlossen
haben. Doch als man ihm sagt, seine Mutter rufe ihn, antwortet er:
„wer ist meine Mutter?“ Weil sie zu Gott
Ja sagte, war ihr Leben ein gehen durch den Dornenwald.
„Sie haben mich
gehasst und sie werden euch auch hassen“ – sagte JC am Abend, bevor
er in den Garten Gethsemane ging.
Bereits in der Apostelgeschichte sehen wir
das dann von Anfang an – Gefängnis, Verfolgung, Steinigung.
Doch starben in den vergangenen 100 Jahren
mehr Christen wegen ihres Glaubens, als in den 1900 zuvor. Neros
Christenverfolgung war nichts gegen das, was Christen heute erleben,
erlebten unterStalin, Idi Amin, Pol Pot, Mao tse Tong, um nur ein paar zu
nennen.
Aber wie passt das ins Evangelium, die
Botschaft vom Sieg und der Freude? Wie passt das zusammen mit unserem
Auftrag:
So sind wir nun
Botschafter an Christi Statt, denn Gott ermahnt durch uns; so bitten wir
nun an Christi Statt: Lasst euch versöhnen mit Gott!
3.
Botschafter an Christi
statt: lasst euch versöhnen mit Gott und dagegen: Ich bin nicht
gekommen Friede zu bringen auf Erden.
JC sagt: Ich bin nicht gekommen, dieser
politische Machtmessias zu sein, den ihr euch
erhofft, sondern ich bin gekommen, um
euch mit Gott zu versöhnen.
JC ist der priesterliche Messias, der
sagt: Jo 14,27: meinen Frieden gebe ich euch,
nicht gebe ich euch, was die Welt euch gibt: euer Herz erschrecke nicht
und fürchte sich nicht.
Ro 5,1 Da wir
nun gerecht geworden sind durch den Glauben, haben wir Frieden mit Gott
durch unsern Herrn Jesus Christus; durch ihn haben wir auch den Zugang im
Glauben zu dieser Gnade, in der wir stehen, und rühmen uns der Hoffnung
der zukünftigen Herrlichkeit, die Gott geben wird.
Es geht in der
Versöhnung nicht um den Himmel auf Erden, sondern um diese wunderbare
Beziehung mit Gott, wie wir in den ersten beiden Kapiteln der Bibel lesen:
wo Gott so einfach sichtbar und real diese vertraute Freundschaft mit dem
Menschen hatte. Wo JC, Gottes geliebter, eingeborener Sohn uns zu seinen
Freunden macht, kommt der Friede in unser Herz, der Friede, welcher höher
ist als alle Vernunft und der unser Denken und Empfinden regiert.
Aber
gleichzeitig muss sich das in einer Welt, die sich gegen Gott stellt, dann
auch bewähren: das ist der geistliche Kampf von dem die Schriftlesung
handelte (Eph. 6): wir haben nicht mit Fleisch und Blut zu kämpfen,
sondern Mächte und Gewalten stellen sich gegen uns.
Und wer weiß das nicht: wer sich auf Jesu Seite stellt, ist heute nicht
beliebt - das ist die
4.
Entzweiung
Die wollen wir
nicht!
Es ist doch
nicht nur bei den Teenagern, dass sie cool sein wollen, von den anderen
bewundert und akzeptiert. Uns Älteren geht es doch kein Haar besser! Wir
haben doch auch Angst davor, wie andere über uns denken und was passieren
könnte, wenn wir für unsere Überzeugung an die Öffentlichkeit gingen.
Wann schreiben
wir denn einen Leserbrief? Wilhelmsdorf ist ja so eine Art fromme Insel im
Bodenseegebiet, aber Friedrichshafen ist anders: Dort z.B. wird an jedem
Laternenpfahl für die Erotik Messe geworben, 3 Wochen später für die
Esoterik. Und wir – bleiben wir da einfach still?
Gehen wir auf
die Strasse, wenn Neonazis sich wieder breit machen wollen? Oder nehmen
wir immer noch Leute wie Bonhoeffer und Sophie Scholl als Feigenblatt,
dass auch Deutsche damals gegen Hitler auftraten?
Sagen wir laut
und liebevoll, dass wir gegen Abtreibung sind, und das liebevoll
würde dann eine aufopferndes Helfen für ein schwangeres Mädchen
beinhalten?
Fällt es Ihnen
auch so schwer wie mir, ihren Kindern, Enkeln – in meinem Fall meiner
reizenden Nichte zu sagen, dass das Zusammenleben mit einem Mann gegen
Gottes Willen ist?
Oder ihrem
Patenkind, dass ihre lesbische Beziehung nicht ok ist?
Meine
Verwandten erzählen mir, dass für sie im Alltag ein Medium die Hilfe gibt
– was sage ich? Man will doch bei einem Familienfest nicht die Harmonie
stören!
Lassen wir uns
nicht zu schnell darauf ein, das was alle tun dann auch als akzeptabel
stehen zu lassen?
Bekannte von
mir erlaubten ihrem Sohn und dessen Freundin nicht, in ihrem Haus zusammen
zu leben. Doch sagten sie später: „Hätten wir gewusst, dass sie daraufhin
über Jahre den Kontakt mit uns abbrachen und wir unsere Enkel nicht sehen
durften, wir wissen nicht, ob wir die Kraft gehabt hätten“. Schweigen wäre
so viel einfacher. Reden bringt diese Erfahrung des Schwertes, diesen
Schmerz, diese Entzweiung.
Wie kommen wir
damit klar und weiter?
5. Was
wir lernen müssen:
3 Dinge
Diese harten
Worte Jesu rechtfertigen NIE Lieblosigkeit, Sturheit oder dickköpfige
Rechthaberei und Selbstgerechtigkeit, die wir oft an den Tag legen, wenn
wir angegriffen werden.
Wir haben von
der geistlichen Waffenrüstung , die wir anlegen sollen, gehört. Es gibt
noch etwas, was wir anlegen sollen, jemand nannte es mal die geistlichen
Unterwäsche, die uns auf der Haut liegen muss, die findet man im Brief an
die Kol. 3,12
So zieht nun an als die Auserwählten Gottes,
als die Heiligen und Geliebten, herzliches Erbarmen, Freundlichkeit,
Demut, Sanftmut, Geduld;
Die Motivation
unseres Herzens ist entscheidend: aus Gottesfurcht und Dankbarkeit, aus
der Liebe Gottes zu allen Menschen heraus, wollen wir sein Licht, seine
Wahrheit, seine Heiligkeit in unsere Zeit, in unsere Familien hinein
bringen. Mit liebendem Herzen, betend lassen wir uns von Gott leiten.
Prof. Michel fasste das mal zusammen mit den Worten: es ist der Weg des
Gebets, der Stille, der Geduld und der Leidensbereitschaft in
Gottesfurcht, nicht Menschenfurcht.
Drum ist es
meine Hoffnung und mein Gebet, dass wir Menschen werden, die
Friedensstifter sind, aber nicht wie die falschen Propheten im AT, die um
des lieben Friedens willen vor Missständen die Augen verschlossen, die
Wahrheit nicht sagten und Konflikte umgingen,