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Gottesdienst am Erntedankfest, 2.
Oktober 2005, Wilhelmsdorf um 10.00 Uhr, Predigt über Jesaja 55, 10+11
Wasser/Schöpfung. Familiengottesdienst mit Kindergärten und Kindern.
Heute habe ich meine Waage (Personenwaage) mitgebracht. Traut sich jemand
auf die Waage? (3 Kinder!) Was bringt ihr an Gewicht auf die Waage?
Was schätzt ihr, wie viel ich wiege?
Wisst ihr, dass das meiste davon Wasser ist? 3/4 von uns Menschen besteht
aus Wasser. Bei Kindern mehr, bei Erwachsenen weniger.
Und auf unserer Erde ist es ganz ähnlich. Der größte Teil ist Wasser. Wenn
man vom Weltall aus auf die Erde schaut, sieht man meistens Wasser. Nur
etwa 1/4 ist Land, der Rest ist Wasser (77%).
Wenn man die Tiere und die Pflanzen nimmt, dann ist es ähnlich:
Hauptsächlich Wasser. Deshalb ist Wasser so wertvoll, weil wir so viel
davon brauchen.
Weil heute Erntedankfest ist, wollen wir besonders dran denken: Wasser ist
ein wertvolles Geschenk Gottes an uns.
Der Prophet Jesaja wusste, wie wertvoll Wasser ist. Und Gott weiß es
natürlich auch. Jesaja wusste, dass wir ohne dieses Wasser nicht leben
können. Und deshalb vergleicht er es auch mit einer anderen Gabe Gottes.
Wir wollen gleich sehen.
Jesaja 55,10 Denn gleichwie der Regen und Schnee vom Himmel fällt und
nicht wieder dahin zurückkehrt, sondern feuchtet die Erde und macht sie
fruchtbar und lässt wachsen, dass sie gibt Samen zu säen und Brot zu
essen,11 so soll das Wort, das aus meinem Munde geht, auch sein: Es wird
nicht wieder leer zu mir zurückkommen, sondern wird tun, was mir gefällt,
und ihm wird gelingen, wozu ich es sende.
Wenn ein Mensch ein paar Tage nichts zu trinken bekommt, kann er nicht
mehr leben. Das Erntedankfest ist für uns der Anlass, Gott zu danken.
Danke, dass wir immer wieder das Wunder erleben, dass Nahrungsmittel da
sind, dass sie wachsen. Danke, dass Du uns regnen lässt, danke, dass Jahr
für Jahr alles das heranreift, wovon wir leben.
Doch wir leben auch von dem, was Gott uns sagt. Es wäre schlimm, wenn wir
nur noch das hätten, was Menschen sagen. Aber Gott sei Dank. Von ihm
bekommen wir lauter Wertvolles. Wasser, Nahrungsmittel, Brot, Getreide,
Beeren, Kartoffeln, Nudeln...
Frage an Kinder: Wie ist das, wenn man nach Hause kommt, und die Mama sagt
nichts? Gibt es das? Was denkst Du dann? Hat die Mama Kummer, vielleicht
Kummer mit mir? - Das ist schlimm, wenn Menschen nicht miteinander reden.
Dann wissen wir nicht, wo wir dran sind.
So ist das mit Gott auch. Wenn er einfach nichts sagt, das ist nicht gut.
Es ist toll, wenn wir wissen, wo wir mit ihm dran sind. Jesaja sagt sogar,
dass das ist wie die Nahrungsmittel. Wenn Gott was sagt, das ist wie mit
dem Wasser. Es macht, dass die Früchte wachsen können.
Was macht denn das Wort Gottes mit uns? Es macht, dass wir zueinander
freundlich sein können, dass wir einander gern haben können und uns nicht
hassen.
Ich denke, es gibt auch ein Erntedankfest, dass Gottes Zuwendung zu uns
und sein Wort bei uns Früchte trägt. Da heißt es dann: Danke, Gott, dass
Du mir viel Liebe geschenkt hast und immer noch schenkst. Es ist gut, wenn
es dann auch für Gott ein Fest der Ernte gibt. Was wir tun, wie wir
miteinander umgehen, wie wir leben und ihm seine Liebe zurückgeben, das
sind die Früchte seiner Liebe zu uns.
Unser Erntedankfest ist also: Wir dürfen uns freuen und Gott danken für
seine Gaben: Für Wasser und die Nahrungsmittel, und wir dürfen uns auch an
seiner Schöpfung freuen. Dass er alles wunderbar gemacht hat.
Gottes Erntedankfest ist: Wenn wir die Früchte seiner Zuwendung und Liebe
in unserem Leben sind. Amen
(Pfr. Dr. Karl Knauß)
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