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Wir machen den Weg frei! Erinnern Sie sich noch an diese Werbung? Die Erfinder dieser Werbung wollten, dass Sie sich daran erinnern - und ihr Geld bei dieser Bank ausleihen! Es ist doch schön, wenn der Weg frei gemacht wird - oder nicht?! Stellen Sie sich vor, Sie müssen dringend auf die Toilette, stehen aber gerade mit Ihrem Auto im Stau auf der Autobahn und weit und breit ist kein Strauch, nicht mal ein Baum zu sehen. Jetzt wären Sie doch froh, wenn jemand den Weg frei machen und Sie damit erlösen würde. Oder Sie fahren mit dem Fahrrad auf den Höchsten. Meine Frau hat das vorgestern versucht, musste aber in Latten umdrehen, weil die Straße gesperrt war. Für Autofahrer ist das kein größeres Problem, sie fahren halt eine andere Strecke, aber für einen Radfahrer bedeutet das eine Menge mehr Kraft und Schweiß. Wäre es hier nicht schön, wenn jemand den Weg frei machen würde?! Der Werbespruch ist also gar nicht so dumm! Wir wünschen uns oft, dass jemand den Weg frei macht! Oder wenigstens von Anfang an zeigt, welcher Weg der beste ist! Hätte der Autofahrer auf der Autobahn gewusst, dass er gleich im Stau steht, wäre er doch sicher eben an der Raststätte, an der er vorbei gefahren ist, noch rasch auf die Toilette gegangen oder hätte gleich einen anderen Weg gewählt. Sie kennen das ja sicher: Sie hören im Radio von einem Stau direkt vor Ihnen. 15 km lang! Ihr Beifahrer sucht doch sofort nach einer Ausweichroute im Atlas. Wir machen das immer so. Oder Sie sind ganz modern und lassen sich von Ihrem Navigationssystem im Auto einen anderen Weg zeigen. Wir fahren dann diese alternative Strecke und hoffen, dass wir dadurch tatsächlich Zeit und Nerven sparen. Wenn wir dann wieder auf die Autobahn zurückkommen frage ich mich: War das nun schneller oder hätten wir geduldig im Stau warten sollen? Sie kennen das sicher alle! Solche banalen Entscheidungen treffen wir sehr häufig und letztlich ist es dabei nicht lebenswichtig, wie wir uns entscheiden. Es gibt aber auch Entscheidungen für oder gegen Wege, die unser ganzes Leben beeinflussen. Gott kennt die Zukunft und weiß daher ganz genau, was für mich und für uns gut ist. Er weiß, welcher Weg für mich und für uns der richtige ist. Wäre es da nicht einfach schön, wenn Gott uns immer rechtzeitig sagt, was dran ist? Das diesjährige Los der Brüdergemeinde, der Psalm 27, 11, ein Psalm Davids, drückt diesen Wunsch aus: Herr, weise mir deinen Weg und leite mich auf ebener Bahn! Ich mache daraus oft genug: Weise Du mir meinen Weg, damit ich möglichst schnell und bequem meine Ziele erreichen kann!. Das meint die Losung aber nicht! Es heißt hier: Herr, weise mir deinen Weg und leite mich auf ebener Bahn! Lass mich auf deinem Weg zu dem Ziel kommen, das Du für mich ausgewählt hast. Es ist also wichtig, zuerst mit Gott über die Ziele für mich persönlich zu sprechen. Auch wir als Gemeinde müssen unsere Ziele mit dem Willen Gottes in Einklang bringen. Dafür ist viel Gebet und Stille und Austausch untereinander nötig! Hier ist nicht von meinem Wunsch die Rede, sondern vom Willen Gottes! König David hat sich in einer Situation befunden, in der er eine Entscheidung fällen musste. War es Krieg? War es Flucht oder eine andere brenzlige Situation? Ich habe es nicht heraus bekommen. Aber sein größter Wunsch war, dass Gott ihm seinen Weg zeigt und dass er ihn dann auf diesem Weg auch beschützt und sicher gehen lässt. Und leite mich auf ebener Bahn. Lass nicht zu, dass ich auf die schiefe Bahn gerate! Lass mich nicht zum Gespött werden! Lass mich nicht in eine Sackgasse geraten. Nicht jeder schöne Weg führt zwangsläufig zum Ziel. Die Gewissheit darüber, welcher Weg der richtige ist, habe ich erst am Ziel. Wenn ich zurückblicke. Wir alle kennen solche Situationen! Die Qual der Wahl zwischen mehreren Wegen: privat, beruflich, in der Gemeinde. Lassen Sie uns gemeinsam einen Blick auf unsere Gemeinde werfen: Es gibt derzeit bei uns sehr viele Aufbrüche. Wohin geht der Weg der Brüdergemeinde? Was sind unsere Ziele als Gemeinde? Wie schaffen wir es, dass immer mehr Menschen von der frohen Botschaft angesprochen werden?
Auch wenn diese Liste längst nicht vollständig ist, wirft
sie doch die Frage auf, ob wir uns bei all dem nicht personell übernehmen? Zumal diese
vielen Aktivitäten einen erhöhten Bedarf an Seelsorge mit sich bringen! Wir brauchen
daher dringend neue Mitarbeiter, die in die vielfältigen Aufgabenfelder einsteigen! Liebe
Gemeinde, jeder Einzelne von uns hat von Gott Gaben erhalten. Prüfen Sie daher bitte
sorgfältig, wo Sie in unserer, in Ihrer Gemeinde mitarbeiten können. Sie merken, es gibt
viele Fragen, die auf eine Antwort warten, viele Aufgaben, die angepackt werden wollen.
Dabei muss es für uns, für die ganze Gemeinde heißen: Herr, weise mir deinen Weg und
leite mich auf ebener Bahn! Lassen Sie uns als Gemeinde zusammen stehen und für
Außenstehende anziehend sein mit unserer Botschaft, aber auch in unserem Umgang
miteinander! Lassen Sie uns unsere Gaben in diese Gemeinde einbringen. Ein jeder die Gabe,
die er empfangen hat. Lassen Sie uns diese Gaben entfalten und einsetzen! An ganz
verschiedenen Stellen in der Gemeinde. Jeder Einzelne von uns ist wichtig und wird
gebraucht. Und das Wichtigste: Lassen Sie uns gemeinsam für das Wohl unserer Gemeinde und
die Menschen in ihr beten! Lassen Sie uns dabei nach Gottes Willen fragen, bevor wir
Aufgaben anpacken! Lassen Sie uns beten: Herr, weise mir deinen Weg und leite mich auf
ebener Bahn! |
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