Lydia Goede / Kanada

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2001 - April

Liebe Freunde,
heute möchte ich Euch auf zwei verschiedene Reisen mitnehmen, einmal in die Vergangenheit und in die Zukunft. Also packt am Besten einen kleinen Koffer und macht es Euch gemütlich! Bitte vergesst Eure Landkarte nicht!

1. Reise in das Geschehen der letzten Monate:
Die Kinderstunde in Millbrook läuft weiterhin recht gut und die Kinder sind begeistert dabei. Bin Team aus unserer Gemeinde in Truro führte ein Handpuppenspiel in der Kinderstunde vor. So freuen wir uns, dass auch andere an unserer Missionsarbeit ganz praktisch teilhaben.

Inzwischen hatten wir einmal im Monat einen Frauenabend in Indianbrook. Auch wenn die Resonanz von Seiten der Indianerfrauen nicht so groß ist, so merken wir doch, wie die Frauen, die kommen, interessiert und begeistert dabei sind. Es kommt ja nicht auf die Masse an, sondern auf den Einzelnen, und das wollen wir uns immer wieder ins Gedächtnis rufen. Weiterhin versuchen wir, durch Besuche Freundschaften mit Indianern zu schlief3en. Langsam merken wir, dass Vertrauen zu uns wächst.

Doch auch vor Schwierigkeiten bleiben wir nicht verschont. Anfang Februar hatten Myrna und ich einen unverschuldeten Unfall. Außer einem Schock und Nackenschmerzen ist uns nichts passiert. Gott hat seine Hand über uns gehalten! Da wurde mit mal wieder bewusst, wie wir doch so oft Gottes Bewahrung für so selbstverständlich halten. Inzwischen sind wir wieder zu den Reservaten unterwegs. Auch wenn ich teilweise noch mit etwas Unsicherheit Auto fahre, so merke ich doch, wie mir Gott wieder Schritt für Schritt Freude am Autofahren schenkt.

2. Reise in den Sommer:
Am 6. Mai beginnt ein Schulungskurs, genannt MDP, den Myrna und ich besuchen. Dieser Kurs findet in Nipawin, Sakatchewan statt. Wir werden dort zusammen mit anderen Missionaren von verschiedenen Missionen, die mit Indianer in Kanada arbeiten, zusammen sein. Es werden Themen behandelt wie z.B. Kommunikation in einer anderen Kultur, Animismus, die Welt der Indianer und vieles mehr.

Im Juli wird ein 3-wöchiges Zeltlager in New Brunswick durchgeführt. Es werden Kinder aus Indianbrook und Millbrook dabei sein, die wir durch die Kinderstunde kennen. Es kommen aber auch Indianerkinder aus anderen Reservaten. Myrna und ich werden mithelfen, wo wir benötigt werden. Anfang August findet eine Missionskonferenz statt.

3. Und was kommt danach?
Sobald die Schule beginnt, werden wir die Kinderstunden und Frauenabende erneut anbieten. Unter den Jugendlichen in Indianbrook herrscht große Not. Im vergangenen Jahr hat ein Mädchen Selbstmord begangen, was für die Jugendlichen einen Schock bedeutete. Mein Wunsch ist, dass Gott uns einen Weg zeigt, wie wir dieser Not begegnen können, aber zunächst müssen wir ihr Vertrauen gewinnen. Bitte schlief3t auch diese Jugendlichen in Euere Gebete mit ein - vielen Dank!

Euch allen ein herzliches Dankeschön für Eure "Reisebegleitung", sei es durch Briefe, Gebete und Gaben!
Herzliche Grüße! Eure Lydia


2001 - September

Liebe Freunde,
die Sommerwochen, in denen wir Ferienprogramme für Kinder anboten, waren für viele Kinder der Höhepunkt des ganzen Jahres. Jede Woche kamen Kinder aus unterschiedlichen Reservaten u.a. auch aus Millbrook und Indianbrook, in denen wir arbeiten. Den Kindern wenigstens für eine Woche das Gefühl der Geborgenheit zu vermitteln, ist lohnenswert. Für mich ist es begeisternd zu wissen, dass wir nun die Kinder weiter betreuen können. In Millbrook läuft schon eine Kinderstunde, in Indianbrook versuchen wir, eine Kinderstunde anzubieten. Wir benötigen hierfür einen Raum. Bitte betet mit darum.

Nach dem Sommerlager hatten wir unsere Feldkonferenz, die für mich sehr ermutigend war. Nun stehen Besuche in den Reservaten auf dem Programm. Durch das Sommerlager können wir die Eltern der Kinder besuchen. Im Oktober gestalten wir ein Wochenende für Jugendliche, die gläubig sind, und zwar nicht nur für Indianer. Es ist uns wichtig, dass die Jugendlichen von beiden Seiten lernen, miteinander klarzukommen.

Mir selbst geht es ganz gut, wenn ich auch immer wieder mit Unsicherheiten zu kämpfen habe. Gerne wußte ich, wie ich mich in der jeweiligen Situation verhalten soll, aber da brauche ich immer wieder Gottes Weisheit. Denn das, was in einer Situation richtig ist, kann in einer anderen total falsch sein. Auch wünsche ich mir eine Freundin außerhalb meiner Missionsarbeit, einfach zum gemeinsamen Singen, Beten und zu gemeinsamen Unternehmungen.

Vielen Dank für all Euer Begleiten, Eure Briefe, Anrufe, finanzielle Unterstützung und alle Eure Gebete!

Herzliche Grüße!
Eure Lydia


2002 - Februar

Liebe Freunde,
im Herbst letzten Jahres begannen wir erneut mit einer Kinderstunde in Millbrook. Es kommen zwischen 15 und 25 Kinder. Es freut uns ganz besonders, dass die Eltern Interesse an unserer Arbeit zeigen und zum Teil an den Kinderstunden teilnehmen.

Es fehlt uns immer noch die Erlaubnis, in Indianbrook Kinderstunde halten zu dürfen. Doch bleiben wir dran und Gott kann die Türen dafür öffnen. Dringend benötigen wir Mitarbeiter, evtl. Eltern oder Leute aus den umliegenden Gemeinden, um die Kinder mit zu betreuen. Meine Kollegin Myrna wird vermutlich zwei Monate nach Hause gehen. Sie wird uns während dieser Zeit sehr fehlen.

Die Indianer zu besuchen ist eine Herausforderung, da man nie weiß, in welchen Verhältnissen man sie antreffen wird. Manche Frauen können wir nicht mehr besuchen, da sich ihre Arbeitssituation verändert hat.

In den letzten Monaten wurden wir von verschiedenen Gemeinden in der Umgebung eingeladen, von unserer Arbeit zu berichten. Die Menschen entdecken, dass Gott ihnen hier eine Aufgabe anvertrauen möchte. Wir hoffen und beten, dass sich aus diesen Gemeinden Menschen rufen lassen, sich mit einzureihen, die Indianer mit dem Evangelium zu erreichen.

An einem Wochenende wurden wir in ein Reservat eingeladen, das 3 Auto-Stunden von uns entfernt ist. Doch können wir dort nur sporadisch Besuche machen, da sonst unsere ursprüngliche Aufgabe nicht recht getan ist. Auch hier fehlen Mitarbeiter!

Euch allen ein herzliches Dankeschön für Eure treue Unterstützung im Gebet, finanziell, durch Briefe und Anrufe!
Eure Lydia Goede


2002 - Mai

Liebe Freunde,

der Frühling hält hier so langsam seinen Einzug, und auch für mich ist es mal wieder an der Zeit, Euch zu schreiben, was hier in meiner Arbeit in den letzten Monaten passiert ist und was alles in nächster Zeit ansteht.

1. Die Kinderstunde in Millbrook:
Seit Anfang des Jahres verhalten sich die Kinder ziemlich chaotisch und zehren an unseren Nerven. Sie wollen nicht gehorchen und testen unsere Reaktion. Mir wurde wichtig, mich von Gottes Liebe füllen zu lassen und sie an die Kinder weiterzugeben. Manchmal heißt dies auch, dass wir sie nach Hause schicken müssen, wenn es einfach zuviel wird. Bis Ende Februar war Myrna nicht hier, doch wir erlebten, dass Gott uns Ersatz gesandt hat in einer Indianerin, die uns in den Kinderstunden unterstützt hat.

Für die Kinderstunde in Indianbrook haben wir bisher noch keinen geeigneten Raum gefunden. Eine Frau hat uns angeboten, die Kinderstunde in ihrem Haus abzuhalten. Da diese Familie aber nicht so beliebt ist im Reservat, zögern wir noch, dieses Angebot anzunehmen.

2. Der Frauenabend in Indianbrook:
Seit Januar diesen Jahres haben wir auch wieder die Möglichkeit, einmal im Monat einen Frauenabend in Indianbrook zu gestalten, dafür sind wir dem Herrn von Herzen dankbar.
Eine der Frauen, Lena, ist sehr offen, und sie möchte ihr Leben mit Gott gestalten. So hatte ich die Möglichkeit, ihr eine Bibel zu schenken. Ich habe ihr angeboten, regelmässig mit ihr in der Bibel zu lesen, bisher ist sie noch nicht darauf eingegangen.
Mit einer anderen Frau - Anne Mae, treffe ich mich einmal in der Woche zum Plaudern und zum Basteln. Mein Herzenswunsch ist, dass wir über geistliche Dinge reden können. Sie hat vor Jahren ein Bibelstudium gemacht. Als sie jedoch merkte, dass sie in ihrem Leben manches ändern muss, wenn sie Jesus nachfolgen möchte, war sie nicht mehr bereit, das Bibelstudium fortzuführen.

3. Wie geht es mir persönlich?
Die letzten Monate waren ziemlich ausgefüllt. Anfang März fuhr ich für eine Woche weg. Diese Woche hat mir sehr gut getan, so dass ich jetzt wieder mit neuer Freude in meinen Aufgaben stehe.
An dieser Stelle möchte ich an Euch ein ganz dickes Dankeschön richten für all Eure Treue im Gebet, denn ohne die könnte ich hier nicht bestehen! Auch danke ich ganz herzlich für Eure finanzielle Unterstützung, für alle Briefe und Anrufe! Möge es Gott Euch ganz reich vergelten!

Ich wünsche Euch, dass Ihr Gottes Begleiten ganz konkret in Eurem Alltag erleben dürft und grüße Euch ganz herzlich!
Eure Lydia Goede


2003 - Februar

Liebe Freunde in Wilhelmsdorf! Euch allen wünsche ich ein gesegnetes Neues Jahr ! Was es uns wohl bringen wird ? In all der Unsicherheit dürfen wir getrost sein, dass Gott uns schon lange vorraus gegangen ist ! Manches kann auch ich hier planen, doch vieles kommt Unvorhergesehen. So klingelte es vor ein paar Tagen abends um 22.00 Uhr an meiner Haustüre. Eine Indianerin stand vor meiner Tür, die von ihrem gewalttätigen Freund abgehauen ist. So haben wir darüber geredet, und beraten was jetzt wohl für sie ansteht. Am nächsten Tag waren wir den ganzen Tag unterwegs, haben verschiedene Telefonate geführt und dann ist sie am nächsten Tag mit ihrer Tochter in einen anderen Bundesstaat geflohen. Manchmal ist die Not, mit der ich hier konfrontiert werde, echt überwältigend, doch ich bin so dankbar, dass ich immer mit Gottes Hilfe rechnen darf, und dass Ihr für mich betet !!

Die Frauenabende in Indian Brook und auch die Kinderstunde in Millbrook sind wieder angelaufen. Was für eine Freude ist es, wenn wir merken, dass Gottes Wort in den Herzen der Indianer aufgeht. So hat z. B. eine Indianerin mir kürzlich im Gespräch gesagt, " ich weiß, dass ich für Gott ganz viel bedeuten muss, denn ER starb für mich am Kreuz." Mögen sie noch mehr verstehen, daß Jesus der einzige Weg zum Vater ist. In diesem Jahr steht auch wieder einiges an, im Juli drei Wochen Camp, und dann Mitte August komme ich nach Deutschland, vermutlich bis Ende Januar 04. Ich freue mich schon, viele von Euch zu sehen und von der Missionsarbeit hier zu berichten. Bitte betet, dass ich meine Zeit zwischen den Aufgaben hier, den Vorbereitungen für den Reisedienst und auch freie Zeit für mich, gut einteilen kann. Vielen Dank für Eure treue Unterstützung auf so vielfältige Weise !
Gott befohlen, Eure Lydia


2003 - September

Lydia Goede ist seit drei Jahren als Missionarin tätig unter Indianern in Kanada (Truho). Sie ist von der Brüdergemeinde Wilhelmsdorf ausgesandt worden, und arbeitet vor Ort mit der Northern Kanada Evangelical Mission. Am 14. August wird Lydia Goede auf Heimaturlaub kommen bis Ende Januar. Am 13. Oktober wird es im Gemeindehaus um 20 Uhr einen Missionsabend mit aktuellen Informationen aus ihrer Arbeit geben. Am 17. Januar 2004 wird dann wiederum ihr Aussendungsgottesdienst in die Arbeit nach Kanada sein. Martin Damm stellte ihr einige Fragen:

1. Wie viele Termine hast Du so an einem normalen Arbeitstag?
Diese Frage ist nicht leicht zu beantworten, da es bei mir keinen strukturierten Arbeitstag gibt. Morgens erledige ich oft Schriftliches oder ich erledige Dinge in meinem Haushalt. Am Nachmittag besuche Indianer in den Reservaten wobei es manchmal sein kann, dass man von den Indianern, die man besuchen will, keinen zu Hause antrifft. Vieles läuft hier sehr flexibel und spontan ab, denn auch wenn ich in den Reservaten bin, weiß ich oft nicht was ich dort antreffen werde. Manchmal bin ich auch bis spät in die Nacht unterwegs. Hier heißt es, offen sein für Gottes Pläne und nicht so sehr an meinen eigenen Planen hängen zu bleiben. Auch haben wir einmal die Woche Kinderstunde und alle 2 Wochen Frauenstunden. Im Sommer gibt es dann auch noch Sommerlager für die Kinder.

2. Gibt es dort einen Art "Betsaal"?
In den Reservaten gibt es in dem Sinn keinen Betsaal. Die gläubigen Indianer besuchen unterschiedliche Gemeinden hier am Ort. Was ich persönlich echt gut finde, damit die Weißen und die Indianer von einander lernen können.

3. Was magst Du an den Indianern besonders?
Bei den Indianern spürt man noch sehr, dass der Mensch wichtig ist. Man nimmt sich noch Zeit für den anderen und seine Not. Auch liebe ich ihre Offenheit und auch ihre Ehrlichkeit, wenn sie über persönliche Dinge reden, die aber auch erst kommt, wenn sie Vertrauen gewonnen haben.

4. Gibt es noch welche die an " den großen Manitu " oder so was glauben ?
Die Indianer hier haben eine Mischung von Religionen an die sie glauben. Sie beten zu Maria, den Verstorbenen, zu Jesus und benutzen auch noch einige Riten aus dem traditionellen indianischen Glauben. Diese Frage hier kurz zu erklären ist echt nicht möglich, aber ich kann Dir das ja dann im Heimatdienst noch genauer erklären. Von dem " Manitu" in dem Sinn hab ich noch nichts gehört.

5. Worauf freust du Dich am meisten im Heimaturlaub ?
Zuerst möchte ich einmal klären, dass das für mich kein Heimaturlaub ist, sondern dass ich sehr viel unterwegs bin, um von meiner Missionsarbeit zu berichten. Aber natürlich werde ich auch einmal Urlaub machen. Am meisten freue ich mich in meinem Heimatdienst meine Familie und meine Freunde wieder zu sehen.

Danke für das Gespräch!


2004 - Januar

„Ihr Lieben in Wilhelmsdorf, wenn Ihr diese Zeilen lest, werde ich schon wieder in Kanada sein. Meine Zeit in Deutschland habe ich als eine große Ermutigung und Bereicherung erlebt. Es war einfach schön, sich mal wieder nach so langer Zeit mit der Familie und Freunden zu treffen. Zusammen über alte Zeiten zu plaudern und auch zu hören, was bei jedem so im Moment ansteht. Ich bin Gott auch von ganzem Herzen dankbar für all sein Bewahren auf meinen vielen Fahrten. Bin froh, dass ich gerne Auto fahre, sonst wäre das noch zusätzlich eine Belastung gewesen.

Im Februar werde ich zuerst einmal mit meinen Feldleitern unterwegs sein. Wir werden Missionare besuchen, die in Indianerdörfern sind, die man nur mit dem Flugzeug erreichen kann. Auf diese Besuche freue ich mich und bin gespannt, vor Ort zu sehen, was meine Kollegen dort erleben. In dieser Zeit wird dann auch entschieden, wo mein neuer Wirkungskreis sein wird. All das ist noch ziemlich ungewiss, aber ich bin zuversichtlich, dass Gott schon einen Platz für mich vorbereitet hat. Bitte betet doch mit, dass Gott mir wieder einen guten Einstieg in Kanada schenkt und mir auch bald zeigt, wo er mich haben möchte. Vielen Dank für Eure treuen Gebete und für all Eure Unterstützung. Von meinen ermutigenden Begegnungen mit Euch und den Lieben in ganz Deutschland werde ich bestimmt noch lange zehren. Euch wünsche ich ein von Gott reich beschenktes Neues Jahr! Eure Lydia.“


2004 - März

Liebe Freunde,
heute grüße ich Euch ganz herzlich aus meiner neuen Wohnung im Westen Kanadas."Warum lebt sie denn jetzt dort ?", werdet Ihr Euch vielleicht fragen. Ja, das ist eine lange Geschichte, doch ich spanne Euch noch ein bißchen auf die Folter. Laßt mich Euch zuerst erzählen, wie es mir denn in Deutschland so ergangen ist, und was ich von meinem Abflug nach Kanada bis zu meiner Ankunft hier in Prince Albert gemacht hat.

Meine Zeit in Deutschland. . .
. . . war sehr intensiv. Ausgefüllt mit lieben und ermutigenden Besuchen. Oft konnte man mich in folgender Situation antreffen : Rucksack schon auf dem Rücken, noch ein letztes Telefonat bevor es wieder auf die deutschen Straßen ging. Ich kann nur staunen, wenn ich auf meine Zeit in Deutschland zurück blicke. Gott hat mich so reich beschenkt und mich auf all meinen Fahrten bewahrt. Gerne hätte ich noch mehr Freunde besucht, und hätte meine Besuche bei den Einzelnen gerne noch ausgedehnt, doch leider war dazu die Zeit zu kurz. Doch war die Zeit, die ich hatte für mich sehr ermutigend. Ganz herzlich danke ich Euch für all Euer Interesse an der Missionsarbeit und Euer so liebevolles Aufnehmen!!! Möge Gott Euch ganz reich für Euren Liebesdienst an mir segnen !!

Mein Leben wieder in Kanada :
Ende Januar, genauer am 31. Januar bin ich wieder in Kanada gelandet. Unbewußt mit der Erwartung, das meine Feldleiter mir sagen, wo mein neues Einsatzgebiet sein wird. Dem war leider nicht so, was für mich hieß, Geduld zu üben.
Nach vier Tagen zurück in Kanada hieß es wieder Koffer packen. Meine Feldleiter haben mich zu einer Reise in den Norden Quebecs mitgenommen. Dort arbeiten Missionare von der kanadischen Mission ( NCEM) in abgelegenen Dörfern unter Indianern und Eskimos.
Während diesen Besuchen habe ich immer wieder gebetet, und Gott gefragt, ob das wohl mein neuer Platz sein soll ?
Diese Zeit dort habe ich aber auch sehr genossen, weil mein Körper endlich mal zur Ruhe kam. Gerne hätte ich Euch auf einen Spaziergang bei - 28°C mitgenommen. Wer denkt das wäre kalt, der darf mich gerne hier in Prince Albert im Winter besuchen. Wie ich gehört habe, kann es hier schon mal ´45°C haben und es soll auch Leute geben, die bei diesen Temperaturen noch mit dem Fahrrad fahren :-) Wie Ihr seht, wird mein Leben hier bestimmt net langweilig werden.

Mein neues zu Hause :
Anfang März wurde mir dann mitgeteilt, daß sie mich in der Hauptzentrale meiner kanadische Mission einsetzen wollen. Die Zentrale liegt in Prince Albert, im Bundesstaat Saskatchewan, im Westen Kanadas.
Dort werde ich in einem Bereich der Zentrale eingesetzt. Es gibt dort verschiedene Möglichkeiten von Mitarbeit im Buchladen, in der Druckerei, Mitarbeit bei der Produktion unserer wöchentlichen christlichen Sendung u. ä. Dabei werde ich dort nur teilweise mitarbeiten und dann noch ganz aktiv unter den Indianern arbeiten. Hier leben sehr viele Indianer in der Stadt , und um Prince Albert herum gibt es auch noch einige Reservate. Ja, so wird sich mein Leben schon einschneidend verändern. Doch ich habe Gottes Frieden in meinem Herzen, auch wenn ich meine Freunde in Truro und Umgebung schon sehr vermisse, doch ich möchte Gott gehorsam sein.
In meinem nächsten Rundbrief werde ich Euch dann genauer erzählen, wie meine Aufgaben hier aussehen. Vieles ist mir auch noch unklar, aber eins nach dem anderen.

Hier noch ein paar Gebetsanliegen :
Dank
- für meine ermutigende Zeit in Deutschland
- für so treue Freunde
- für ein neues zu Hause
- für Gottes tägliche Kraft
Bitte :
- für meine Freunde in Truro und Umgebung
- daß Gott weiter in den Herzen der Indianer in Nova Scotia wirkt
- für ein gutes Einleben in Prince Albert
- daß Gott mir hier bald eine Freundin schenkt
- daß Gott mich hier zu Seiner Ehre gebraucht.

Nochmals ganz herzlichen Dank für all Eure Unterstützung auf so vielerlei Weise !!!
Seid lieb gegrüßt, Eure Lydia


2004 - Juli

Liebe Freunde,
Nun wird es aber allerhöchste Zeit, daß ich Euch auf den neusten Stand in meinem Leben bringe. Endlich nach ziemlich langer Zeit fühle ich mich hier wohl, und habe mich eingelebt. Warum es dieses Mal so lange gedauert hat, weiß ich auch nicht, vielleicht liegt es einfach daran das ich älter werde. :-)

Gottes Herausforderung an mich :
Wie Ihr vielleicht gemerkt habt, war ich am Anfang von meiner neuen Missionsarbeit nicht gerade begeistert. Tief in meinem Herzen war ich mit Gottes Plänen nicht einverstanden und habe mich dagegen gewehrt. Was keine so gute Idee ist, denn Gott weiß es viel besser als ich !! Gott hat dann durch sein Wort zu mir geredet, v. a. durch Römer 9, 14 - 23, wo Er sagt," Ja freilich, o Mensch, wer bist du, der du das Wort nimmst gegen Gott ?". . .( Vers 20)GOtt erinnerte mich daran, daß es nicht um mich geht, sondern um IHN und Seine Ehre. Und weil Er der Töpfer ist und ich nur der Ton, kann ER mich auch dahin schicken wo ER will. Meine Entscheidung ist gefragt, ob ich Ihm vertrauen will und gehorsam Seinen Weg gehe.

Meine neuen Aufgaben :
Nachdem ich in den verschiedenen Abteilungen mal hinein geschnuppert habe, bin ich jetzt ganz in der Druckerei gelandet. Ist Gott nicht klasse, daß Er sogar auf meine geheimen Wünsche Rücksicht nimmt? Ich wollte nämlich so gerne mal Graphik Design am Computer lernen, und jetzt darf ich das in meiner neuen Missionsarbeit tun. Meine Aufgaben gehen von Arbeiten am Computer bis zur Buchbinderei. Mir war gar nicht bewußt wieviel Arbeit z. B. hinter einem einfachen Traktat steckt.
Ich bin Gott so dankbar, daß ER mir ein bißchen technisches Verständnis geschenkt hat, was manches vereinfacht. Denn ich arbeite gerne mit den unterschiedlichen Maschinen, wovon einige sogar deutsche Hersteller haben. Inzwischen arbeite ich sehr gerne in der Druckerei und habe entdeckt, wie wichtig diese Hintergrundsarbeit ist. Ich habe Euch einen Bericht aus unserem Missionsblatt übersetzt, was ein bißchen besser erklärt, wie wichtig die Arbeit in der Missionszentrale ist.
Habt ganz herzlichen Dank, daß Ihr mich in diesen neuen Aufgaben im Gebet und finanziell unterstützt !! Auch in dieser Missionsarbeit brauche ich Weisheit, um z. B. die Maschinen richtig zu bedienen oder um einen CD Cover zu gestalten.
Auch wenn Ihr vielleicht denkt, daß ich besser direkt bei den Indianern meine Missionsarbeit tun sollte, so hoffe ich doch, daß Ihr durch den Bericht und meinen Rundbrief besser versteht, wie wichtig meine jetzigen Aufgaben sind. Und ich möchte Gott gehorsam sein, auch wenn ich nicht immer alle Seine Wege verstehe.

Andere Missionsaufgaben :
Mein Herz ist immer noch bei meinen Indianerfreunden in Indian Brook und Millbrook. Durch Briefe, Telefonate versuche ich in Kontakt mit ihnen zu bleiben, und freue mich immer wenn ich was aktuelles von ihnen höre. Auch im Gebet denke ich immer wieder an sie. Bitte denkt auch weiterhin an sie, daß Gott weiterhin in ihren Herzen wirkt - vielen Dank !
Auch durfte ich durch eine christliche Videoserie eine Ermutigung für zwei meiner Mitmissionare auf ihrem Weg mit Jesus sein. Was auch für mich eine große Ermutigung war. Ja, auch wir Missionare müssen immer wieder in unserem Glauben wachsen, damit Jesus immer mehr durch uns scheinen kann. Wie bin ich gerade da für Gottes Geduld und Treue dankbar.
Im Herbst werde ich dann noch einige Missionsdienste außerhalb der Druckerei tun. Was genau ist noch nicht ganz klar, aber vermutlich wieder Kinderstunde, Besuchsdienste etc., wir werden sehn.

Freunde :
Durch einen Gesprächskreis hier in einer Gemeinde habe ich einige Frauen in meinem Alter kennen gelernt. Wir treffen uns einmal im Monat, um uns gegenseitig zu ermutigen. Eine der Frauen lebt ganz in meiner Nähe und ich hab sie auch schon öfters besucht. Bin zuversichtlich, daß daraus auch eine Freundschaft entstehen darf.
Auch gibt es hier ein deutsche Ehepaar, mit denen ich mich gut verstehe. Sie schwätzen auch Schwäbisch !!
Einmal in der Woche treffe ich mich mit einer älteren Missionarin im Büro zum Gebet. Das ist so ermutigend und hilft mir meine Augen auf den Herrn zu richten. Manchmal wenn wir uns sehen, sagt der ein oder andere, " können wir heute beten, ich brauch das gerade ?" Danach gehen wir zurück zu unserer Arbeit, mit einer neuen Perspektive und Einstellung. Ich wünsche Euch allen solch eine Gebetspartnerschaft !!

Übrigens, meine e - mailos Adresse hat sich geändert, sie lautet jetzt : lgoede@sasktel.net
Euch, allen einen gesegneten Sommer mit Zeiten der Ruhe und Erholung !!
Gott befohlen,
Eure Lydia

Gebetsanliegen:
Dank :
- daß Gott in meinem Leben Veränderung schafft
- daß Er mich benutzt, um anderen auf ihrem Weg mit Jesus zu ermutigen
- für Freunde in meinem Alter
Bitte :
- für Weisheit im Umgang mit den Maschinen
- für Kreativität
- daß Gott die Literatur, die wir hier herstellen zu Seiner Ehre gebraucht
- daß Menschen durch die Literatur zum Glauben kommen
- für tägliche Kraft
Vielen Dank für all Eure Gebete !!

Der Bericht aus dem Missionsblatt :
Morgens um halb acht in Prince Albert, Saskatchewan. Einige Autos stehe schon auf dem Parkplatz der Missionszentrale von NCEM. In ein paar Minuten fängt die 1/2 stündliche Andachtan, bevor die Mitarbeiter zu ihren Büros gehen und die Arbeit beginnt.
Am 'Posttisch' sitzt heute Ardys Winger und sortiert die Post, die für NCEM rein gekommen ist, so daß jedes Büro auch seine Post bekommt. Danach wird Ardys sich anderen Büroarbeiten widmen.
Gegenüber in einem Büro der Direktion sitzt Ardys EhemannGary. Im persönlichen Gespräch oder auch per Telefon regelt und bespricht er die Belange, Probleme, Freud und Leid der über 40 Missionsstationen und der einzelnen Abteilungen.
Ja, das ist Büroarbeit. Es mag sein, daß das ziemlich eintönig klingt, und nicht nach Material von dem Missionsbücher geschrieben sind. Die Wahrheit ist, das ohne diese Arbeit und die Menschen, die diese Arbeit tun - die Missionsarbeit von NCEM bald zu einem Stillstand kommen würde.

HAUPTQUARTIER
"Hauptquartier" klingt ziemlich nach Militär, aber hier findest Du keine Generäle, die ihre Befehle bellen. Es ist vielmehr ein Platz, wo Menschen ihren Mitmissionaren dienen.
NCEM Hauptquartier oder auch Hauptzentrale (HZ) ist dazu da, um Missionare und Mission in ganz Canada zu verbinden. Es ist ein Platz, wo praktisch gearbeitet wird, aber auch geistlich. Was hier geschieht hilft Gemeinde zu bauen. Gebet spielt in der HZ eine sehr wichtige Rolle. In der Täglichen Morgenandacht werden für Missionare in ganz Kanada gebetet. Gebetsanliegen, die per Telefon oder e - mail kommen, werden gleich vor den Herrn gebracht. Es passiert auch, daß die Mitarbeiter ihre Arbeit für einige Minuten ruhen lassen, um für ein aktuelles Gebetsanliegen zu beten.

DAMIT SIE DRAN BLEIBEN
Würde die Missionsarbeit von NCEM wirklich aufhören, wenn es HZ nicht geben würde ? Um diese Frage zu beantworten, muß man sich klar machen, daß unsere Missionare ihre Zeit und Gaben nur einsetzen können, weil Menschen(meistens Gemeinden oder auch Einzelne) sie finanziell unterstützen für ihre Aufgaben und für ihr tägliches Leben. Diese Geld wird einmal im Monat an den Missionar weiter geleitet. Doch da gibt es noch viel mehr zu tun.
Jede Spende-egal ob sie $9 oder "900 - ist wichtig und was besonderes. Manche Spende kommt mit der Post oder wird elektronisch überwiesen. Wenn es nicht eindeutig ist, wer die Spende haben soll, wird sich die Zeit genommen, um das per Telefon zu klären. Genauigkeit ist sehr wichtig, und weil wir eine gemeinnützige Organisation sind, muß jede Spende auch dem Staat gegenüber gerechtfertigt werden.
Zusammen mit Ardys arbeiten noch Laura Bekkatla und Misako Mori an der eingegangenen Post und den Spenden, die zu NCEM gesandt werden. Rosalie Kent ist unser Buchhalter und Ed Peters ist für all die Finanzen zuständig. Roy und Betty Smith helfen mit, wo sie können. Sie tun diese Arbeit tagein - tagaus und sie tun es für den Herrn. Sie bekommen kein geregeltes Gehalt von der Mission, sondern sind Glaubensmissionare, wie jeder andere bei NCEM, leben von den Spenden, die für sie rein kommen.Weil es manchmal 'Routine' ist, fällt es ihnen auch manchmal schwer etwas total begeisterndes in ihren Rundbriefen zu schreiben. Doch ihre Arbeit ist eine sehr wichtige.

FREMDSPRACHEN
In den verschiedenen Missionsstationen von NCEM kann man verschiedenen Indianersprechen hören. . . wie kommt es das man auch in der HZ Sprachen hört, die man nicht versteht? Ja auch hier kann man Wörter hören, die man nicht versteht.. die Sprache: Computersprache! Computer sind eine große Hilfe und zeiteffektiv in der HZ. Aber sie sind sehr komplizierte Maschinen, und wir sind dankbar daß Gott uns Menschen geschickt hat, die diese Maschinen verstehen.
Wenn wir Probleme mit unserem Computer haben, rufen wir nach Walter Pope und Jim Davis, die uns dann weiter helfen. Doch die Beiden müßen auch verstehen, in welchen Bereich dieser Computer benutzt wird, damit er auch effektiv eingesetzt werden kann. Wir benutzen Computer z. B. für Übersetzungen, Finanzen, Video- und Literaturproduktion, e - mail; Internet und vieles mehr.
Ja, manche unserer Feld Missionare hätte ohne Zweifel keine Freude wenn sie hier in der HZ eingesetzt werden würden, In Gottes großer Weisheit hat ER uns mit verschiedenen Gaben ausgerüstet, und so gibt es Menschen, denen solch eine Arbeit z. B. mit Computern sogar Freude macht !!

WIR SIND EIN TEAM
Deshalb investieren wir hier in der HZ in unsere Feldmissionare während sie ihr Leben in Indianer, die nebenan wohnen investieren. Nehmen wir als Beispiel Ehepaar Winger. Sie arbeiten seit 1996 in der HZ. Vorher haben sie unter den Eskimos in der Artic Quebecs missioniert. Egal, ob sie im Büro sind oder besuchen die Missionare auf ihren Stationen, Gary und Ardys Hauptziel ist den Missionaren zu helfen, daß diese wiederum fähig sind, ihren Dienst zu dem sie Gott berufen hat, zu tun.

DAMIT DU INFORMIERT BIST
Unser Druckerei Team produziert nicht nur Literatur für die Indianer und Eskimos) lies MEDIA MISSIONAR) sie produzieren auch Material, um die Unterstützer über die verschiedenen Dienste zu informieren. Denn so können die Unterstützer auch viel besser und konkreter für uns beten. Rollie Hodman kömmert sich um die Literatur Produktion wie z. B. Northern Lights, Informationsmaterial, etc. wie auch DVDs, VHSs und Websites.
Auch wenn die Mitarbeiter der HZ den ganzen Tag mit Maschinen und Menschen zu tun haben, so nehmen sie sich auch die Zeit für persönliche Evangelisation. Rollie z. B. arbeitet in einer Indianergemeinde mit, durch Jugendarbeit und persönliche Kontakte. Diese Dienste geben dem HZ Mitarbeiter die nötige Perspektive für den täglichen Dienst im Büro.

HIER IST WAS LOS
Wir könnten Euch noch viel mehr erzählen, was hier in der HZ so alles läuft. Da ist z. B. Roy and Betty Smith, die ihr Haus für Missionare auf der Durchreise öffnen. Dann die vielen freiwilligen Helfer, um die Informationsschriften zu versenden. (DA sind z. B. über 12,000 Adressenaufkleber, die auf Briefumschläge geklebt werden müssen u. a.)
Dieser bericht ist über die Menschen geschrieben, die wir oft als 'Missionare im Hintergrund' bezeichnen. Doch da gibt es noch mehr, da sind z. B. noch die Ehefrauen, einige mit Kindern zu Hause oder mit anderen Diensten.
Da sind auch unsere Feldmissionare, die wir oft als 'Arbeiter an der Front' bezeichnen, aber sie dienen oft an Stellen wo wenig Frucht zu sehen ist, doch für diese Missionare gibt es die HZ.

MEDIA MISSIONARE
HZ ist auch Sitz von 2 Media Zentren TV (Tribal Trails) und die Druckerei. Diese Zentren tragen die gleiche Botschaft wie unsere Feldmissionare zu den Indianen, aber durch elektronische Geräte , Papier und Farbe
Diese Missionsdienste ersetzen aber nicht unsere Feldmissionare, sondern sie unterstützen ihre Arbeit. Durch das Fernsehprogramm und die Literatur werden Menschen erreicht, an Plätzen wo kein Missionar ist oder wo er nicht willkommen ist. Findet ein Missionar eine offene Tür bleiben oft Literatur, Videos oder Cassetten als Zeugen zurück und lehren noch lange nach dem Besuch. Durch diese Dienste ist es auch möglich, daß Indianer ihre Landsleute in eigener Sprache erreichen können, was die kulturelle Schranke überbrückt.
Unsere Media Missionare sind auch für Eure Gebete dankbar.
TV MItarbeiter : Brent Wahlstrom, Conrad Flett, MiLin Lau, Jaquie Lission, Eric & Michelle Sinclar und Blaine Witherow
Druckerei Mitarbeiter : Dennis Siemens, Gary Brown, Ralph Dyck und Lydia Goede
Bill u. Doris Dyck sind für den Buchladen verantwortlich.
Bericht entnommen aus Norther Lights Juli 2004, übersetzt bei Lydia Goede


2004 - Sommer

Hallo Ihr lieben Wilhelmsdorfer,
mein Leben hat sich in der Hinsicht geändert, dass ich jetzt den ganzen Tag in der Druckerei unserer Mission arbeite. Eine interessante und vielseitige Aufgabe. Wir drucken hier hauptsächlich Literatur für die Evangelisation unter Indianern. Da wir fast die einzige Druckerei dieser Art in Canada sind, bestellen auch andere Missionen von unserem Literaturbestand. Ihr fragt Euch jetzt vielleicht, wäre es nicht einfacher und billiger, diese Arbeiten von einer Fachdruckerei machen zu lassen? Denn dann könnten ja auch die Mitabeiter der NCEM Druckerei ihre Missionsarbeit direkt bei den Indianern machen. Die Antwort zu dieser Frage ist, dass es nicht billiger wäre, und es einfach besser ist, wenn gläubige Leute diese Literatur herstellen, die auch ein bisschen von dem wissen, was die Indianer so bewegt. Meine Aufgaben sind sehr vielseitig, von Buchbinderei, Arbeiten am Computer bis zur Vervielfältigung von CDs und Cassetten. Ich bin froh, dass Gott mir ein wenig technisches Verständnis geschenkt hat, was manches vereinfacht.

Neben meiner Arbeit in der Druckerei halte ich per Telefon und Brief Kontakt zu den Indianern in Millbrook und Indian Brook. Es ist immer eine Ermutigung zu hören, wie es ihnen geht. Auch werde ich Ende Juli für eine Woche in einem unserer Camps in der Küche mithelfen. Darauf freue ich mich schon, weil ich dadurch wieder persönlichen Kontakt zu Indianern haben werde. Im Herbst werde ich mich dann wieder vermehrt in den persönlichen Kontakt zu den Indianern begeben, durch Kinderstunde, Besuchsdienste etc. Mir fehlt dieser persönliche Kontakt schon sehr, aber es wäre einfach im Moment zuviel für mich, da es doch sehr viel zum Lernen gibt in der Druckerei. Ich danke Euch ganz herzlich, dass Ihr mich auch in meinen neuen Aufgaben begleitet, denn auch hier brauche ich Eure Gebete! Bitte betet um tägliche Kraft und Weisheit in der Druckerei; dass Gott die Literatur, die wir hier produzieren zu Seiner Ehre gebraucht. Nochmals danke ich Euch ganz herzlich, für Euer treues hinter mir stehen!! Euch, einen gesegneten Sommer,
Eure Lydia


 
2004 - Oktober (PDF, 776 KB)


2004 - Dezember

Liebe Freunde, es ist wunderbar, dass wir alle aufgerufen sind, die beste Nachricht, die wir haben, an andere weiter zu geben. Auch wenn wir manchmal denken, dass unser Gebet oder unsere Gaben nicht bedeutsam sind, so sind sie in den Augen unseres Herrn ein ganz wichtiger Teil in der Weltmission. So wie ich in der Druckerei mitarbeite, dass Literatur für die Evangelisation unter Indianern hergestellt wird, so helft Ihr mit Euren Gebeten und Gaben, dass die Indianer von Gott hören. Ohne Euch würde ein wichtiger Teil der Vision, die Indianer hier in Kanada mit dem Evangelium zu erreichen, fehlen. Habt ganz herzlichen Dank für Eure Hilfe! In Prince Albert gibt es eine Gemeinde, die hauptsächlich von Indianern besucht wird. In der Kinderstunde dieser Gemeinde arbeite ich mit. Ich bin für die Jugendlichen ab 13 Jahre verantwortlich. Eigentlich wäre es super, wenn die Gemeinde eine eigene Gruppe für diese Jugendlichen anbieten könnte. Da es aber an Mitarbeitern mangelt, sind sie bei der Kinderstunde dabei. Ich setze mich im Verlauf der Kinderstunde mit ihnen für ca. 20 Min. zusammen und wir reden darüber, wie man die biblische Geschichte, die zuvor erzählt wurde, im Alltag umsetzen kann. Es haben sich auch einige Kontakte zu Indianerfrauen ergeben. Doch möchte ich warten, bis Gott Türen für meinen Missionsdienst öffnet. Ende Oktober habe ich die Möglichkeit, eine Woche in Truro zu sein, um meine Freunde vor Ort und in den Reservaten besuchen zu können. Ich freue mich schon sehr auf diese Begegnungen. Mein Gebet ist, dass Gott mich zu Seiner Ehre gebraucht. Ich grüße Euch alle ganz herzlich und wünsche Euch eine wunderschönen, besinnliche und gesegnete Adventszeit! Eure Lydia


2005 - Anfang

Liebe Freunde,
Ende Oktober war ich für eine Woche an meiner früheren Wirkungsstätte in Indianbrook und Millbrook. Ich kann gar nicht mit Worten beschreiben, wie viel mir dieser Besuch bedeutet hat, v. a. auch zu sehen, was Gott im Leben der einzelnen Indianer tut. Zwei der Indianerfrauen, Bev und Tina, treffen sich seit einiger Zeit regelmäßig mit einer Missionarin zum Gebet. Da ich nur eine Woche Zeit hatte, konnte ich nur einige wenige meiner Freunde in der Stadt besuchen. Jeder Besuch war ein Geschenk und eine Bereicherung für mich.

In der Druckerei suchen wir jemand, der die Druckereipresse bedienen kann. Zur Zeit sind wir nur zu dritt. Bitte betet mit, dass Gott jemand schickt, denn es ist schon ziemlich viel für uns.

Es ist eine große Freude für mich, die Kinderstunde für Kinder ab 11 Jahren jeden Dienstagabend gestalten zu können. Auch für diese Arbeit benötige ich Unterstützung, so dass wir auf die Bedürfnisse der Kinder besser eingehen könnten.

Die Kälte hier ist gewöhnungsbedürftig, wir hatten immer mal wieder um die – 30 Grad Celsius.

Euch allen danke ich von ganzem Herzen für Eure treue Unterstützung im vergangenen Jahr!! Mein Gebet ist, dass Gott Euch ganz reich für Eure Treue segnet. Ich wünsche Euch, dass Ihr Gottes treue Fürsorge ganz konkret erleben könnt.
Seid herzlich gegrüßt!
Eure Lydia


 
2005 - Januar (PDF, 455 KB)


 
2005 - Mai (PDF, 232 KB)


 
2005 - August (PDF, 153 KB)


 
2005 - November (PDF, 316 KB)


 
2006 - Februar (PDF, 271 KB)


2006 - April

Liebe Wilhelmsdorfer,

Ganz herzlich grüße ich Euch aus dem fernen Kanada. Auch danke ich Euch ganz herzlich für Eure so treue Unterstützung im Gebet und auch finanziell über all die Jahre. Es ist kaum zu glauben, dass ich im August schon seit 6 Jahren hier in Kanada bin. Wenn ich so auf diese Jahre zurückblicke, dann kann ich nur staunend Gott die Ehre geben. Wie ER mich durchgetragen hat und mich mit so treuen Freunden wie Euch so reich beschenkt hat. Meine Missionsarbeit hat sich verändert und beinhaltet oft mehr als ich am Anfang gedacht habe. Doch in all den Veränderungen merke ich doch wie Gott mich in Seiner Liebe dazu verändert und auch immer wieder vorbereitet. Ich bin echt gespannt, was so alles in diesem Jahr Neues auf mich zukommt. Manchmal kann man schon etwas Angst vor all dem Neuen bekommen, aber ich lerne immer mehr, es kommt nicht darauf an, dass ich alles perfekt mache, sondern nur treu bin in dem was Gott mir zuträgt.

Die vielen Seiten meiner Missionsarbeit:

SEITE I:
Hier arbeite ich an verschiedenen Projekten in der Druckerei. In der letzten Zeit haben wir viele zeitintensive Projekte. Diese sind zwar nicht schwer, aber erfordern viel Zeit, was bei Mitarbeitermangel nicht leicht ist. Doch wir sind dankbar für all die freiwilligen Helfer, die immer mal wieder für ein paar Tage oder Stunden kommen.

SEITE II:
Die Kinderstunde in Sandy Lake ist ein Höhepunkt in meiner Woche. Auch wenn die Straßenverhältnisse im Moment nicht immer super toll sind, so bin ich doch immer wieder für Gottes Bewahrung dankbar. Einige Kinder kommen sehr regelmäßig und sind auch fleißig beim Bibelverslernen dabei, was uns sehr freut.

SEITE III:
Durch die Website der Brüdergemeinde, wo ja auch meine Rundbriefe zu finden sind, bekomme ich auch immer wieder mal Anfragen bezüglich der Missionsarbeit unter Indianer hier in Kanada. Dies freut mich sehr, auch wenn es für mich zusätzliche Arbeit bedeutet. Die Anfragen kommen aus der Schweiz und Deutschland. So ist im Moment z. B. ein Ehepaar aus der Schweiz am Beten und Überlegen, ob sie mit uns einen 3-6monatigen Einsatz mitmachen sollen.

Seite IV:
Anfang des Jahres wurde ich gebeten, in einer Indianergemeinde hier vor Ort, eine biblische Botschaft weiterzugeben. Was mir sehr viel Freude gemacht hat, wenn ich auch nervös war. Diese Gemeinde hat zur Zeit keinen Pastor und freut sich deshalb sehr, wenn sich andere Gläubigen bereit erklären, diesen Dienst zu übernehmen.

SEITE V:
Ich hab auch schon von verschiedenen Seiten Anfragen erhalten, ob ich nicht wieder im Sommerlager mithelfen kann oder auch freiwillige Helfer zum Flughafen bzw. Ihren Einsatzorten fahren kann. Konkret hab ich noch nicht zugesagt, weil sich bei mir echt vieles auch spontan entscheiden muss, und wir ja auch nicht wissen wie viel Arbeit zu dieser Zeit in der Druckerei anfällt. Es gibt Tage, da könnte ich mich in fünf teilen, und trotzdem könnte ich noch woanders mithelfen, damit Indianer mit dem Evangelium erreicht werden. Es gibt echt viel zu tun, aber ich brauche täglich Gottes Weisheit, damit ich auch das tue, was ER möchte und ich nicht meine Kräfte an den falschen Stellen benutze. Da auch mein Heimatdienst in ferner Zukunft wieder ansteht, bereite ich jetzt schon was ich kann darauf vor, damit es dann wenn es soweit ist, nicht zuviel wird.

SEITE VI:
Meine Abende und Wochenenden sind oft gefüllt mit Vorbereitungen für die Kinderstunde und auch sonstige Vorträge. Auch nutze ich die Zeit um Schriftliches zu erledigen und meinen Haushalt auf Vordermann zu bringen. Doch keine Angst, ich gönne mir auch Zeiten wo ich selber zu Kräften komme und auch zur Stille vor Gott, was ja das Allerwichtigste ist. Wie Ihr seht ist meine Missionsaufgabe im Moment sehr vielschichtig und absolut nicht eintönig. Bitte betet da konkret mit, dass ich in dem Vielerlei meine Stille vor Gott ganz bewusst gestalte, für Weisheit was jetzt dran ist und dass ich zwischendurch auch mir selber was Gutes tue. Denn sonst fehlt mir die Kraft und Freude zu meinem Dienst. Danke für all Eure Gebete, für Eure Briefe und auch für Eure sonstige Unterstützung.

Seid ganz lieb aus Kanada gegrüßt, Eure Lydia


 
2006 - Mai (PDF, 333 KB)


 
2006 - August (PDF, 114 KB)

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