Familie Hartmann / Südtirol
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2004 - Dezember
2006 - April - Kisi friends, Mose und Gebet
2006 - April
Liebe Wilhelmsdorfer!
Wir hoffen, dass Ihr alle gut in das neue Jahr eingestiegen seid und wünschen Euch den reichen Segen Gottes dafür!
Beim Denken an euch fällt mir dieses Lied ein:
„Die Güte des Herrn hat kein Ende, sein Erbarmen hört niemals auf, es ist neu jeden Morgen, groß ist seine Treue!“
Diese großartigen Zusagen Gottes wollen wir Euch für das neue Jahr zusprechen!
Wir sind gespannt zu hören, wie Gott Euch als Gemeinde führen und gebrauchen wird und wir beten, dass Ihr gesegnet und für viele zum Segen seid!
Das ist auch unser Wunsch und Gebet für uns hier: wir strecken unsere schwachen und leeren Arme und Hände zu Gott aus, dass er uns als Gefäße Seines Segens heiligt und füllt. Sonst sind wir, wie es in Psalm 127 heißt, Bauleute, die das Haus Gottes in Südtirol bauen wollen, sich aber umsonst abmühen, weil Er nicht Bauherr ist.
In der Gemeinde Bozen nehmen wir uns deshalb mehr Zeit zum Gebet:
Daraus entstand zum Beispiel ein Brunch-Gottesdienst, den wir einmal im Monat durchführen wollen. Die Idee dabei ist, dass wir uns mehr Zeit füreinander nehmen können, indem wir mit einem gemeinsamen Frühstück beginnen. Dabei können wir uns erzählen, wie es uns ging und geht, was wir mit Gott erlebt haben und wo uns der Schuh drückt. Wir hoffen, dass es daraus zum gemeinsamen Beten und praktischen Helfen kommt.
Im gemeinschaftlichen Hören auf Gott, im Anbeten und Danken wollen wir unsere freundschaftliche Beziehung mit Jesus vertiefen und schliesslich wollen wir dieses Zusammenkommen so gestalten, dass wir Fernstehende einladen können und sie gerne dabei sind.
Am letzten Sonntag des Januars feierten wir zum ersten Mal auf diese Art und hatten sechs Obdachlose unter uns, denen wir in Tat und Wort ein wenig Liebe von Jesus weitergeben konnten. Das bestärkt uns darin, so weiter zu machen.
Danke, wenn Ihr dafür betet, dass wir als Gemeinde wachsen in der Liebe zu unserem Herrn, in der Liebe zueinander und zu Menschen, deren Leben ohne Jesus ins Leere läuft!
Wir grüssen Euch herzlich und befehlen Euch Gottes Liebe an!
Eure Familie Hartmann
„Alles, was ihr tut, im Wort oder im Werk, alles tut im Namen des Herrn Jesus, und sagt Gott, dem Vater, Dank durch ihn!“ Kolosser, 3,17
Liebe Freunde und Helfer, das ist unser Wunsch für unser Leben als Zeugen Jesu in Südtirol! Ihr könnt euch denken, dass wir oft verunsichert sind, wenn wir unsere Alltagleben an diesem Wunsch messen. Wir können Jesus nur bitten, dass Er unser Wort und Werk als Zeugnis für sich gebraucht – auch wenn wir nichts davon merken.
„Die Gnade unseres Herrn und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen!“ 2.Korinther 13,13
Das ist unser dringender Wunsch für Euch, die Ihr teilnehmt an unserem Leben und uns auf vielfältige Weise unterstützt! Wir sagen ein herzliches „Vergelt´s Gott!“
Diesen Brief wollte ich Anfang Mai schreiben, vor einem Monat begann ich mit der Überschrift und heute, 19. Juni, komme ich dazu, weiterzuschreiben. Es wird wohl eher ein kurzer Rundbrief, damit er überhaupt einmal fertig wird.
Fangen wir mit der Jüngsten an: Rebekka (3 ½ J) beendete vor einer Woche ihr erstes Kindergartenjahr und obwohl sie in ihrer Gruppe die Jüngste und Kleinste war, ging sie sehr gerne und war bei den „Tanten“ und Kindern beliebt. Jetzt genießt sie aber auch die Ferien und die Spielmöglichkeiten mit ihren Geschwistern.
Daniel (7) startete beim Schulbeginn durch und ließ unsere Befürchtungen, dass er sich nicht konzentrieren und nicht stillsitzen könne und somit Probleme in der Schule bekäme, weit hinter sich und brachte ein tolles Zeugnis nach Hause. Er ging recht gerne zur Schule und hat auch eine gute Stellung in der Klassengemeinschaft. Ein dickes Dankeschön an seinen Vater im Himmel! Auch er freut sich jetzt an den Ferien und eröffnete heute eine Ausstellung der Steine, die er hier sammelt und mit dem Hammer zerkleinert. Eine erstaunliche Innenwelt an Farben, Strukturen und Glitzern bringt er zum Vorschein.
Von Joel (9) lässt sich viel Positives aus Schule und Musikschule berichten: es läuft wie von alleine. Da können wir Eltern natürlich froh sein. Vom Vermieter bekamen wir ein kleines Stück Garten. Joel bepflanzt und begießt seinen Teil mit Sorgfalt und eine neue Berufsidee neben Bäcker, Kindergärtner und ist jetzt noch Gärtner.
Ruth (11) hat die Grundschule vorgestern ausgezeichnet beendet und wird dann im September an der Mittelschule in Terlan beginnen. Ihre Stärken sind immer noch ihre Kreativität, ihre Wissbegierde und eine pädagogische Ader, die sich oft im Umgang mit ihrer geschätzten Schwester zeigt. Nach Flöte und Geige möchte sie nach den Ferien gerne mit Klavierunterricht beginnen. Da wir ein Klavier erbten, ist das sogar möglich. Wir müssen das Instrument allerdings noch von Basel hierher bringen und richten lassen oder dort verkaufen und hier ein gebrauchtes besorgen.
Andrea ist als Mutter stark gefordert, so daß nicht viel Zeit und Kraft für Gemeindeaktivitäten bleiben. Sie kann am wöchentlichen Frauen-Gesprächskreis in Meran teilnehmen, sich mit Frauen aus der Gemeinde zum Austausch und Gebet treffen und beim Büchertisch helfen. In Terlan versucht sie die Kontakte zu anderen Frauen auszubauen. Gerne würde sie mehr ihre geistlichen Gaben anwenden, aber zurzeit gehen die Kinder auf jeden Fall vor. Sehr froh sind wir um eine Haushaltshilfe, die 2x in der Woche für 1 ½ Stunden kommt.
Im Mai konnte sie an einer Seelsorgewoche teilnehmen und kam ermutigt zurück. Es gilt nun, das Erkannte in den Alltag zu übersetzen.
Christian kam nicht zum Schreiben, da er neben der Arbeit im Altenheim und in der Gemeinde Bozen seit März eine Zusatzqualifikation zur Dementenbetreuung erwirbt. Sie wird in Zusammenarbeit von der EU, dem italienischen Sozialministerium und der Provinz Südtirol vermittelt. Vorgesehen war eine zweisprachige Durchführung, doch wegen mangelnder deutschsprachiger Beteiligung ist fast alles auf Italienisch. Das bedeutet noch mehr Aufwand zur Nacharbeit und anstrengende Seminare. Der Lehrgang dauert ein Jahr. Er ist sehr interessant und Christian bekommt für die Altenarbeit wertvolle Anregungen. Er muß eine „Projektarbeit“ schreiben, wie er das Gelernte zur Verbesserung der Arbeit in seiner Institution anwenden kann. Nächsten Samstag (26. 06.) hat er die erste Zwischenprüfung. Obwohl er dadurch weniger Zeit für die Gemeindearbeit hat, möchte er diesen Kurs machen, um effektiver diakonisch tätig sein zu können. Bis jetzt zeigt sich keine Möglichkeit, 100% ig in die Gemeinde- oder ERF- Arbeit einzusteigen.
In den Sommerferien stehen neben der normalen Gemeindearbeit (2 Hauskreise, Gebetskreis, Mitarbeiterkreis, Gottesdienstleitung, Predigt) ein Glaubensgrundkurs „5 Schritte“ für 2-3 Kolleginnen vom Altenheim und Tochter der einen Kollegin an sowie 2 „Geht hinaus…“- Aktionen in Bozen. Bei diesen Aktionen gehen wir zu den Leuten auf der Strasse bzw. auf der Talfer-Promenade, um ihnen ein kleines Geschenk mit einer Schrift zu überreichen und um mit ihnen in`s Gespräch zu kommen. Ausserdem will er sich mit den Mitarbeitern zu einem Wochenend-Retrait zurückziehen, um auf Gott zu hören, wie Er sich das weitere Gemeindeleben vorstellt.
Einige von Euch hoffen wir Ende August / Anfang September zu treffen, wenn wir in der Schweiz und in Deutschland zu Besuchen unterwegs sind. Wir werden auch eine Bild-Präsentation dabei haben, um bei Interesse mehr vom Leben und der Arbeit in Südtirol zu erzählen.
Wir befehlen Euch der Gnade und Liebe Gottes an und grüßen Euch ganz herzlich! Eure Andrea, Christian, Ruth, Joel, Daniel, Rebekka
Liebe Freunde und Bekannte in Wilhelmsdorf!
Ich, Christian, komme gerade vom Abendgottesdienst der Gemeinde Bozen. Wir hörten eine Predigt über Gemeindeleben: jeder ist mitverantwortlich und mitbeteiligt am Ganzen! Da denke ich auch an uns in Südtirol, wie wir am Missionsauftrag der Brüdergemeinde als Ausgesandte aktiv beteiligt sind. Wir danken Euch für Euer Vertrauen, uns nach Italien zu schicken, um Menschen zu Jesus einzuladen und sie zu Seinen Nachfolgern zu machen! Und ich denke natürlich an Euch als Heimatgemeinde. Ihr beteiligt Euch durch Beten und Geben an Gottes Liebeswerk in Bozen und Umgebung. Auch dafür danken wir Euch herzlich!
Was tun wir hier in Eurem Namen? Höhepunkte der letzten Zeit waren in der Gemeinde ein Wochenende mit der Organisation „Offene Grenzen“, die uns über die Situation der verfolgten Christen in verschiedenen Ländern berichtete. Das war anregend zum Beten und herausfordernd, mit gleicher Konsequenz wie diese Menschen den eigenen Glauben zu leben und zu bezeugen – auch wenn es Nachteile mit sich bringt! Ein anderes Wochenende hatten wir einen Messias-gläubigen Juden von Amzi (Arbeitsgemeinschaft messianisches Zeugnis an Israel) bei uns, der uns den Horizont weitete: politisch-prophetisch durch neue Einblicke in das Nahost-Geschehen, geistig durch besseres Verständnis für unsere Wurzel (Römer 11,16-18) und geographisch, indem er uns von Gottes wundersamer Versöhnungskraft erzählte, die Feinde in Nahost zu Freunden macht!
Im September traf sich der Mitarbeiterkreis der Gemeinde zu einer Klausur, in der wir Vergangenheit klärten, Gegenwart analysierten und Zukunft anvisierten. Inzwischen hatten wir zwei Versammlungen, um die ganze Gemeinde in unsere Ergebnisse und Visionen einzubeziehen. Im Oktober hatten wir in Bozen auch noch eine intensive Schulung in Evangelisation, wie wir unseren Mitmenschen die beste Nachricht der Welt unaufdringlich aber klar mitteilen können. Jetzt geht es darum, alles, was in letzter Zeit in Gang gesetzt wurde, Schritt für Schritt weiter zu führen. Dafür könnt Ihr gerne beten!
Ein sich anbahnender Höhepunkt ist im Februar die Geburt unseres nächsten Kindes. Gerne könnt Ihr für eine gute Schwangerschaft und Geburt beten und dass wir als erweiterte Familie gut zusammenfinden. Für diese Mal grüßen wir Euch herzlich und bitten Gott, dass Er Euch reichlich segne und zum Segen sein lässt!
Eure Familie Hartmann
April 2006 - Kisi friends, Mose und Gebet
Hier ein Schnappschuss aus unserem Leben in Südtirol, mit denen wir Euch in Wilhelmsdorf wieder herzlich grüßen! Wir danken für Euer Interesse an unserer Arbeit und auch allen, die unseren Einsatz für das Reich Gottes mit Gebet und Gaben ermöglichen! Der Allmächtige segne Euch dafür!
Kein Aprilscherz sondern Resultat vor-bildhaften Engagements war am 1. April eine begeisternde Aufführung des Kindermusicals „Anna findet Freunde“. Mehrere Kinder aus der Meraner Gemeinde übten dieses christliche Musical letztes Jahr in Österreich ein und waren so erfüllt davon, dass sie es selbst mit anderen Kindern aus Südtirol einstudieren und aufführen wollten. Dazu trafen sie sich seit Herbst fast jede Woche weitgehend ohne Hilfe Erwachsener zum Üben. Ruth war für die Schauspielgruppe zuständig, 2 andere Kinder/Teens aus ihrem „Club“ für die Tanzgruppe und den Chor. Joel wirkte bei den Schauspielern mit. Sie schafften es, über 170 Besucher, darunter sehr viele Gäste, durch die Aufführung zu begeistern. Wir freuten uns mit, dass sie so mit ihren Gaben für Jesus Christus sangen uns spielten!
Am 9. April trafen sich Missionare und Freunde der Kontaktmission, bei der wir angestellt sind, zur jährlichen Missionskonferenz in Wüstenrot. Wir waren als Familie dabei und hörten wieder einmal, was Gott so alles tut in der Welt. Die Gemeinschaft mit vielen Missionaren und Freunden, die alle mit Gott an einem Strang ziehen, empfanden wir sehr ermutigend. Die Predigt führte uns vor Augen, wie Gott mit Mose war - als Beispiel dafür, wie ER auch mit uns sein will! Das ist die Grundlage für unseren Dienst in Südtirol, zu dem uns die Brüdergemeinde ausgesandt hat. Gott ist es, der uns beauftragt, befähigt, bestärkt, aber auch zur Rechenschaft zieht.
Bei der anschließenden Mitarbeitertagung ging es auch um das geistliche Leben der Missionare. Mir, Christian, wurde dabei verstärkt deutlich, dass die Erfüllung meines Wunsches, Menschen zu Jesus zu bringen und sie als Seine Jünger wachsen zu lassen, mit von meinem Gebetseinsatz abhängt. Ich möchte mir mehr Zeit dazu nehmen, da es die wirkungsvollste Art ist, Gottes Werke auszuführen!
Wir danken Euch, wenn Ihr weiterhin für uns betet, da es…
Mit herzlichen Grüßen und Segenswünschen,
Eure Familie Hartmann
Über Neujahr schnupperten wir wieder einmal heimatliche Wilhelmsdorfer Luft und freuten uns, liebe Bekannte und Freunde zu treffen. Leider konnten wir nicht alle sehen und bei manchen war die Zeit sehr knapp. Die herzliche Aufnahme und das rege Interesse an uns und unserer Arbeit in Südtirol zeigte uns, dass wir in der Wilhelmsdorfer Brüdergemeinde einen guten Rückhalt haben. Dafür danken wir Euch herzlich! Es hilft uns, unseren Dienst hier zu tun.
Vor kurzem gebrauchte jemand das Bild eines Teams, um die effektive Art einer Zusammenarbeit zu veranschaulichen. Dazu fiel mir ein, dass auch wir Teil des Teams der Brüdergemeinde sind, das zusammen am Reich Gottes arbeitet. Ihr an verschiedenen Orten in Wilhelmsdorf und wir in eurem Auftrag in Südtirol!
Damit ihr wisst, für was und wen ihr betet und gebt, berichten wir Euch mit ein paar Streiflichtern von unserem Leben hier:
Alpha-Kurs ist auch in Südtirol angekommen. Im Winter führen wir die 10 Abende in Bozen durch – nicht so groß wie bei Euch, aber doch mit guter Resonanz.
Brunch-Gottesdienste sind eine gute Gelegenheit, Gäste zum gemeinsamen Essen und Feiern der Gegenwart Gottes einzuladen. Wir freuen uns in der Gemeinde, dass diese Einladung immer wieder angenommen wird.
Couch via Mail ist eine neue Initiative, über Internet mit Menschen ins Gespräch zu kommen, die am Glauben interessiert sind. Ich, Christian, möchte auch diese Möglichkeit nutzen.
Dankbar sind wir immer wieder für alle, die uns mit Gebet und Finanzen helfen!
Jesus Christus soll unser Haupt in der Familie und der Gemeinde sein! Wir beten, dass wir zu Ihm hinwachsen!
Randgruppen gibt es auch im reichen Südtirol. Mit einigen Obdachlosen und Suchtkranken haben wir als Gemeinde gute Kontakte. Trotz aller eigenen Begrenzung möchten wir ihnen helfen, mit Jesus Christus als Herrn und Helfer ein neues Leben zu wagen.
Reichtum an Gotteserkenntnis und Segen wünschen wir Euch in Wilhelmsdorf, Eure
Andrea, Benjamin, Christian, Daniel, Joel, Ruth und Rebekka Hartmann