Freizeiten und Reisen der Gemeinde
Israelreise vom 24.2. - 5.3.2006
Abriss einer Studienreise ins Heilige Land
von Gerlinde und Kurt Traub
Bei Minusgraden haben wir Deutschland verlassen und sind am späten Nachmittag in Tel Aviv gelandet, im sonnigen und warmen Israel. Wir wurden herzlich begrüßt von unserem israelischen Guide Zvi Segal – Zwika – und Hammudi, unserem arabischen Fahrer.
Unsere Reise führte uns vom äußersten Norden an der israelisch – syrisch – libanesischen Grenze bis an den südlichsten Zipfel in Eilat und wir haben dabei viele neue Eindrücke gewonnen.
Nicht nur die herrlichen Blüten und die grünen Hänge, wie sie in der Bibel und in Liedern besungen werden …die Wüste wird grünen und blühen…, die Besichtigungen auf den Spuren Jesu in Galiläa und bis nach Jerusalem, vor allem aber auch die vielen Begegnungen mit Menschen, die in Israel dem Volk Gottes dienen wollen, das alles hat sehr berührt. Sei es im Liebeswerk Zedakah, das von Hans Beyer und seinem Team geleitet wird und in dem KZ geschädigte Juden und deren Familienangehörige gepflegt werden oder sei es bei Albrecht Link, der mit seiner Familie von Korntal vor einigen Jahren auswanderte und mit der Schaffung von Arbeitsplätzen für Juden, die aus Russland kommen, dem Volk Gottes dienen will. Seine Erfahrungen in seiner „neuen“ Heimat und seine biblische Besinnung gingen unserer Gruppe sehr zu Herzen.
Überhaupt, die Begegnungen waren ein wichtiger Bestandteil unserer Reise: wir wurden in dem Hotel in Ariel so freundlich aufgenommen, in dem die Besitzer bereits von zwei Selbstmordattentätern „heimgesucht“ wurden. Der Vortrag von Johannes Gerloff war an einigen Punkten nicht leicht einzuordnen, aber sollte uns ungeschminkt die Realität im Leben zwischen Israeliten und Palästinensern vor Augen führen. Unser Besuch in der christlichen Botschaft war ein „heimkommen“ mitten in Jerusalem.
Es ist schön, durch das nächtliche Jerusalem zu wandern und zu sehen, wie viele Juden auch zur späten Nachtzeit noch an der Klagemauer stehen und beten.
Der Besuch der inzwischen neu gestalteten Gedenkstätte Yad Vashem zeigt die Grauen, die das Dritte Reich und damit wir als deutsches Volk über die Juden gebracht haben. Trotzdem empfindet man heute, dass man als Deutscher in Israel willkommen ist.
Beeindruckend waren für uns die verschiedenen Stätten am See Genezareth, wo wir uns gut vorstellen konnten, dass hier Jesus mit seinen Jüngern wirkte. Sowie Jerusalem, der bedeutende Ort, wo Jesus lebte, litt und starb, aber auch auferstand. Aussagen der Bibel sind nach dieser Reise verständlicher und mancher wird bei seiner persönlichen Bibellese an Plätze erinnert, die wir besucht haben. Schön war es gemeinsam dort Gott anzubeten, ihm zu danken, zu singen und entsprechende Abschnitte der Bibel zu lesen. Mit Zwika konnten wir auch den Shabbat feierlich empfangen, wie es in der jüdischen Gemeinde üblich ist.
Für unsere Gruppe war es ein Geschenk, dass wir in Eilat am Freitagabend den messianischen Gottesdienst besuchen konnten und dabei erlebten, dass wir von einer deutschen Christin die Predigt übersetzt bekamen. Auch Gruppen aus China und aus Spanien waren da und schließlich wurde auch ins Russische übersetzt. Es war toll, mit anderen Christen aus vielen Nationen gemeinsam Gottesdienst zu feiern.
Insgesamt war es eine gesegnete Zeit für unsere Gruppe, wir haben viel erlebt und wir können uns eine weitere Reise nach Israel in zwei oder drei Jahren gut vorstellen. Die Rückkehr war heftig. Am Vortag bei etwa 34°C plus im Negev, am nächsten Morgen bei minus 3°C in München und bei etwa 60 cm Schnee in Wilhelmsdorf am Nachmittag.
April 2006
Gemeindeskifreizeit in Obersaxen (Schweiz), 2006
Bericht von Heidrun Hallanzy
"Herr, wie sind deine Werke so groß und viel! Du hast sie alle weise geordnet, und die Erde ist voll deiner Güter (Psalm 104)."
Die Skifreizeit war für mich vor allem ...
Heidrun Hallanzy
Die zweite Skifreizeit (02.-08. Januar 2005)
Bericht von Heiner Gutwein
Endlich war es soweit. Am ersten Sonntag im Neuen Jahr konnten wir unsere Koffer packen und in die schöne Schweiz reisen. Das Ziel: Misanenga / Obersaxen einige Kilometer hinter Chur. Erwartungsvoll und kamen wir in Misanenga an. Wir bezogen unsere Zimmer und in der Zwischenzeit zauberten unsere beiden kulinarischen Mitarbeiter, Heike und Tobias Sommerfeld ein stärkendes Menü auf den Tisch.
Thema, als roter Faden, waren die Gedanken und Ausführungen von Dietrich Bonhoeffer „gemeinsam leben“. Viele Aussagen vor über 60 Jahren geschrieben, sind immer noch Top – aktuell. Nach der geistlichen Einführung durch unseren Freizeitpfarrer Dr. Knauß, hielt es einige nicht mehr auf ihren Sitzen: Nächtliches Schlittenfahren war angesagt – mit der Folge: Gleich am ersten Abend musste der Erste ins Krankenhaus eingeliefert werden: Arm gebrochen!
Das Wetter war traumhaft. Jeden Tag strahlender Sonnenschein. Die majestätische Bergwelt begeisterte jeden Tag aufs Neue. Die Stimmung und die Gemeinschaft unter den Teilnehmern war entsprechend. Da die Piste gleich hinter der Haustüre begann brauchte man nur die Bretter anzuschnallen und los ging’s…
Auch die Langläufer, angeführt von der Familie Kratzat, kamen auf ihre Kosten – auch wenn einige dieser Gilde im Laufe der Woche abtrünnig wurden und die Abfahrtbretter vorzogen. Abends wurde das Haus zum Casino – In jeder Ecke ein anderer Spieltisch. Besonders die jugendlichen Risikospieler zeigten enorme Ausdauer.
Eines Morgens staunten die schlaftrunkenen Mädchen nicht schlecht, als Ihr Zimmer offen stand und sogar die Zimmertüre fehlte. Die Übeltäter waren schnell ermittelt und sehr feucht aus dem Tiefschlaf gerissen ...
Mit viel Spaß, gemeinsamem Spiel und anderen Aktivitäten kamen wir dem Motto unsrer Freizeit „Gemeinsames Leben“ ein ganzes Stück näher. Mit diesen Worten, auch ein ganz herzliches „Dankeschön“ an alle, die zu dem Gelingen beigetragen haben, insbesondere den Organisatoren Horst und Annette Pfefferle mit ihren Kindern
Wir freuen uns schon auf die Freizeit 2006!
Heiner Gutwein