Investitur Pfarrer Ernest Ahlfeld

Ernest Ahlfeld ist der neue Pfarrer der Evangelischen Brüdergemeinde Wilhelmsdorf.
Seit Anfang September ist er bereits im Dienst. Am vergangenen Sonntag wurde er in einem festlichen Investiturgottesdienst offiziell in sein neues Amt eingeführt. Sein Vorgänger, Pfarrer Dr. Karl Knauß, ist im Frühjahr nach 10-jährigem Dienst in den Ruhestand verabschiedet worden.


Jochen Hallanzy, kommissarischer Vorsteher der Evangelischen Brüdergemeinde,
begrüßt den neuen Pfarrer der Brüdergemeinde, Ernest Ahlfeld.

Ernest Ahlfeld war zuvor 12 Jahre in Wimsheim bei Leonberg als Gemeindepfarrer tätig. Theologie hat er, so sagt er, seinerzeit studiert, weil er sich „mit etwas Bleibendem und Beständigem befassen wollte“- denkbare Alternativen waren Politik und Journalismus. „Ich möchte über Gott und seine Menschenliebe reden- das sind Themen, die immer aktuell sind. Denn ich habe in jungen Jahren für mich entdeckt, dass es Jesus Christus gibt und nicht nur gab“, erzählt er.

Sehr am Herzen liegt dem 46-jährigen Pfarrer ein gutes Miteinander- sowohl mit den Gliedern und Besuchern der Brüdergemeinde als auch mit Glaubensgeschwistern aus den Landeskirchen, den diakonischen Unternehmen vor Ort und mit der Gemeinde Wilhelmsdorf. „Sammeln und Zusammenführen ist für mich ein großes Thema“, kündigte Ernest Ahlfeld an. Gleichzeitig dürfe die Brüdergemeinde ihre Identität nicht verlieren und „Kirchlein in der Kirche“ bleiben. Immer wieder erstaune ihn, wie Christus Menschen verschiedener Richtungen, Denk- und Lebenswelten berufe. „In dieser Vielfalt liegt unglaublicher Reichtum. Der Kern ist die Verbindung zu Jesus Christus. Wenn er die Mitte ist, müsste alles andere auch funktionieren“, davon ist der sechsfache Vater überzeugt. Im Gottesdienst ermutigte Ernest Ahlfeld seine Zuhörer, auf ihn zuzukommen- auch wenn etwas nicht gefalle. „Herz, Haus und Türen sollen Ihnen offen stehen“, erklärte er.


Ernest Ahlfeld, seine Frau Elisabeth und sein jüngster Sohn Theo
freuten sich über die freundlichen Worte der Wilhelmsdorfer

Jochen Hägele, Pfarrer und Vertreter der Brüdergemeinde Korntal, segnete Ernest Ahlfeld für seinen Dienst und nahm den Brüdergemeinderäten und –beiräten ihr Amtsversprechen ab. Zudem forderte er die Gottesdienstbesucher auf, den neuen Pfarrer „mitzutragen und zu umbeten“.


Herzlich willkommen geheißen wurden Pfarrer Ernest Ahlfeld und seine Familie auch bei der anschließenden von Christoph Lutz moderierten Feier im Gemeindehaus. Grußworte und Geschenke kamen von Jochen Hallanzy, dem kommissarischen Vorsteher der Evangelischen Brüdergemeinde, von Manfred Müller von der Hilfsaktion Märtyrerkirche und von Dr. Hans Gerstlauer, dem Bürgermeister von Wilhelmsdorf, der sich besonders darüber freute, dass der neue Pfarrer kürzlich spontan die Gelegenheit zu einer Exkursion mit dem Gemeinderat genutzt hat. Dr. Friedrich Langsam, Dekan aus Ravensburg, überbrachte die Grüße des Kirchenbezirks und der evangelischen Landeskirche. Er bekundete seine Freude über ein neues Mit- und nicht nur Nebeneinander. Gleichzeitig wünschte er Ernest Ahlfeld, dass ihm bei seiner engagierten Art auch immer wieder Raum zum Ausspannen bleiben möge. Stefan Rauch, Vertreter der katholischen Gemeinden Wilhelmsdorf und Zußdorf, gratulierte Ernest Ahlfeld zu seiner neuen Gemeinde und betonte, es sei gut, Gemeinsamkeiten hervorzuheben und den Fokus nicht auf Trennendes zu richten. Mit einem Lied hießen Gerhard Haag, der Leiter des Hoffmannhauses, und sein Team den neuen Pfarrer willkommen. „Eine hervorragende Wahl“ bescheinigte Prof. Dr. Harald Rau, Vorstandsvorsitzender der Zieglerschen, den Brüdergemeinderäten und –beiräten. „Wir bieten uns auf dem Weg als Weggefährten an“, erklärte er. Musikalisch umrahmt wurde die Feier von Reinhard Börner auf der Gitarre.


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